(CONNECT) Das Schweizerische Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik (Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique, CSEM) ist mit der Belfaster Firma B-Secur eine Partnerschaft eingegangen. Deren Ziel ist es, am Körper tragbare Geräte, sogenannte Wearables, mit klinisch validierten Funktionen zur Herzüberwachung auszustatten.
Dabei bringt das CSEM laut einer Mitteilung seine mehr als 25-jährige Erfahrung und „führende Stellung“ in der Überwachung von Vitalparametern mittels der Photoplethysmographie (PPG) ein. Dabei handelt es sich um die typischerweise an der Fingerkuppe oder am Ohrläppchen durchgeführte nicht-invasive optische Messung von Volumenänderungen im Blutgefässsystem. Die Methode ermöglicht die Erfassung von Änderungen des Blutvolumens, etwa durch den Herzschlag. PPG wird unter anderem in der klinischen Diagnostik sowie zur Überwachung von Erkrankten und im Leistungssport eingesetzt.
B-Secur steuert seine zahlreichen von der Food und Drug Administration der USA bereits zugelassenen EKG-Algorithmen und Analyselösungen bei. Diese Kombination der Expertisen eröffnet Geräteherstellern und Digital-Health-Unternehmen die Möglichkeit, präzisere, marktreife Lösungen zur Herzüberwachung in ihre Produkte zu integrieren.
Dadurch „ermöglichen wir eine neue Klasse multimodaler Sensorlösungen, die klinisch relevante Ergebnisse liefern“, wird Josef Hayoz, CSEMs Senior Manager Medtech, zitiert. „Diese Partnerschaft unterstreicht unseren Anspruch, hochmoderne Sensor- und Algorithmustechnologien in konkrete Anwendungen im Gesundheitswesen zu überführen.“
Der weltweite Markt für Wearables soll den Angaben zufolge von 45 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf fast 76 Milliarden Dollar im Jahr 2030 wachsen. Die Herzüberwachung in klinischer Qualität zähle dabei zu den wichtigsten Wachstumstreibern. Das CSEM betreibt mit über 630 Mitarbeitenden sechs Standorte in der Schweiz und hat seinen zentralen Sitz in Neuenburg. ce/mm

