(CONNECT) Bieri Tenta hat einen Auftrag für Beyond Gravity abgewickelt. Zunächst hatte das Volketswiler Maschinenbauunternehmen Novita Engineering den Auftrag für Containeranlagen samt Abdeckung erteilt. Als anspruchsvoll schildert Bieri in einem Bericht die Anforderungen: einfache und schnelle Montage und Demontage, schneesichere Konstruktion sowie Transportierbarkeit per Lastwagen und Schiff. Gemeinsam mit der Moderne Metallbearbeitung GmbH, die wie Bieri in Grosswangen ansässig ist, wurden verschiedene Lösungsansätze bis zur konkreten Ausführungsplanung weiterentwickelt. Ende 2025 ging die Bestellung für die Containeranlagen ein.
Doch erst im weiteren Verlauf der Auftragsabwicklung sei dem Bericht zufolge deutlich geworden, dass Beyond Gravity der Endkunde ist. Und dass die Container für die Verladung der beiden Teile einer Nutzlastverkleidung für die Ariane 6 der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) gedacht sind, also jener schützenden Hülle an der Spitze der Rakete, die sensible Fracht wie Satelliten oder Raumsonden während des Starts vor extremen Belastungen schützt. Die Container wurden per Sondertransport zum Hafen in Basel gebracht. „Von dort aus geht es per Schiff weiter“, heisst es in der Mitteilung, „beispielsweise nach Amerika oder Japan“.
Nach der Ankunft kann der komplette Container innerhalb weniger Stunden zurückgebaut und platzsparend in Standard-Schiffscontainern wieder zu Beyond Gravity nach Emmen LU transportiert werden. Beteiligt waren an dem zunächst geheimen Projekt zahlreiche Bieri-Teams aus den Abteilungen Grafik und Malerei, Montage und Disposition sowie die deutsche Tochterfirma Bieri Zeltaplan. Dieses Projekt zeige, resümiert Bieri auch in einer Mitteilung, „wie durchdachte Konstruktionen nicht nur schützen, sondern auch ganze Transportketten effizienter machen und sogar den Weg ins All ermöglichen“. ce/mm

