Bargeld verliert in der Schweiz weiter an Bedeutung

St.Gallen/Winterthur - Die Bargeldnutzung in der Schweiz ist weiter rückläufig, misst der Swiss Payment Monitor der Universität St.Gallen und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Zahlungen mit Mobilgeräten bleiben insgesamt am beliebtesten, ausserdem steigt die Nutzung der nicht-mobilen Kreditkarte markant an.

(CONNECT) Für den Swiss Payment Monitor der Universität St.Gallen (HSG) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ist eine repräsentative Umfrage zum Zahlungsverhalten der Schweizer durchgeführt worden. Dabei zeigt sich laut einer Mitteilung: am häufigsten wird in der Schweiz weiterhin mobil bezahlt, während im Laden die physische Debitkarte weiter vorne liegt.  Während die Bargeldnutzung im Zahlungsalltag weiter zurückgeht, steigt die Kreditkartennutzung stark.   

Gemessen an allen Transaktionen liegen mobile Zahlungen mit Mobiltelefon, Tablet oder Smartwatch mit 31,4 Prozent weiterhin klar vorne. Dahinter folgen nicht-mobile Debitkartenzahlungen mit 23,8 Prozent und Bargeld mit 23,0 Prozent. Die nicht-mobile Kreditkarte kommt neu auf 17,2 Prozent und verzeichnet damit den deutlichsten Zuwachs seit der bislang letzten Erhebung vor sechs Monaten (plus 3,4 Prozent). Gleichzeitig ging der Bargeldanteil um 1,4 Prozentpunkte zurück.

Bei Zahlungen vor Ort liegt die physische Debitkarte mit 27,1 Prozent an der Spitze, Bargeld liegt mit 26,5 Prozent auf Platz zwei, mobile Geräte mit 24,8 Prozent auf Platz drei. Die physische Kreditkarte erreicht 18,7 Prozent und legt auch vor Ort spürbar zu (plus 3,8 Prozent). Verglichen mit der letzten Messung im Mai 2025 zeigt sich ein deutliches Wachstum der nicht-mobilen Kreditkarte bei Transaktionen vor Ort und insgesamt. „Unsere Analysen zeigen, dass dies teilweise auf die einmaligen Informationen und Fragen zu den Schutzmechanismen der Kreditkarte im Rahmen der vorangegangenen Onlinebefragung zurückzuführen ist. Rund 41 Prozent der Befragten gaben in der Onlinebefragung an, ihre Kreditkarte nach Kenntnis der Schutzmechanismen künftig häufiger nutzen zu wollen", wird Tobias Trütsch in der Mitteilung zitiert, Zahlungsökonom der Universität St.Gallen.

Für die aktuelle Ausgabe des halbjährlich erscheinenden Swiss Payment Monitor wurden zwischen Ende Oktober und Mitte November 2025 insgesamt 1670 Personen ab 18 Jahren in allen drei Sprachregionen der Schweiz repräsentativ befragt. Zusätzlich dokumentierten 1173 Teilnehmende während vier Tagen sämtliche nicht wiederkehrenden Zahlungen in einem elektronischen Zahlungstagebuch. ce/ja

 

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