Bain Capital übernimmt Mehrheit an Everllence

Augsburg/Boston/Zürich - Volkswagen verkauft eine Mehrheit von 51 Prozent an Everllence an die amerikanische Beteiligungsgesellschaft Bain Capital. Der Motorenbauer mit Hauptsitz in Augsburg und Tochtergesellschaft unter anderem in Zürich soll mit dem neuen Eigentümer weiter wachsen.

(CONNECT) Everllence erhält einen neuen Mehrheitseigentümer. Volkswagen verkauft laut einer Mitteilung eine Mehrheit von 51 Prozent der Anteile an Bain Capital. Die Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Boston mit Sitz im US-Bundesstaat Massachusetts finanziert den Kauf zu einem erheblichen Teil mit Schulden, die dem übernommenen Unternehmen aufgebürdet werden. Volkswagen erwartet aus diesem sogenannten Leveraged Buy-out einen Erlös von 7,4 Milliarden Euro.

Volkswagen hat Everllence, bis 2025 MAN Energy Solutions, 2018 übernommen. Das Unternehmen stellt unter anderem Grossmotoren und Turbomaschinen für die Schifffahrt, Datenzentren und die Energiewirtschaft her. Der Umsatz beträgt 4,9 Milliarden Euro. Der Buchwert in der Bilanz von Volkswagen beträgt rund 3,4 Milliarden Euro.

Everllence hat seinen Hauptsitz in Augsburg und beschäftigt weltweit an mehr als 140 Standorten rund 16‘000 Mitarbeitende. In Zürich gehört das Unternehmen zu den grossen industriellen Arbeitgebern. Die deutschen Standorte in Augsburg, Oberhausen, Berlin, Hamburg und Ravensburg bleiben laut der Mitteilung bis mindestens Ende 2030 erhalten. Betriebsbedingte Kündigungen seien dort bis dahin ausgeschlossen.

Uwe Lauber will mit dem neuen Mehrheitseigentümer den „erfolgreichen Wachstumskurs“ fortsetzen und beschleunigen. „Die finanzielle Stärke, strategische Expertise und das globale Netzwerk von Bain Capital sollen unsere Position stärken, Innovationen voranzutreiben, Spitzentechnologie zu skalieren und neue Märkte zu erschliessen“, wird der CEO von Everllence in der Mitteilung zitiert.

Volkswagen will sich künftig auf sein Kerngeschäft konzentrieren, wird Oliver Blume zitiert. Das nutze auch der bisherigen Maschinenbautochter. „Schlankere Strukturen und Prozesse geben Everllence die Chance auf weiteres Wachstum in attraktiven Märkten wie Datenzentren, Energiewirtschaft und Schifffahrt“, wird der CEO der Volkswagen Group zitiert. ce/ug

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