Der Saldo entspricht der Differenz zwischen dem Anteil positiver und dem Anteil negativer Nennungen und wird in Prozentpunkten angegeben. Ist er grösser als null, überwiegen die positiven Antworten; ist er kleiner als null, überwiegen die negativen. Beispiel: 30 % der Unternehmen schätzen ihre Geschäftslage als «gut» ein, 20 % als «schlecht». Daraus ergibt sich ein Saldo von 10 Prozentpunkten. Die übrigen 50 % entfallen auf eine «befriedigende» Geschäftslage und werden bei der Berechnung des Saldos nicht berücksichtigt.
Quelle: Konjunkturboard Zürich, KOF Institut ETH Zürich
Schwächer präsentieren sich dagegen die tourismusnahen Branchen Gastgewerbe und Detailhandel. Der Grund: Viele Gäste aus Fernmärkten, die stark von Flugverbindungen über den Nahen Osten abhängig sind, bleiben aus. Die Logiernächte von Gästen aus Indien gingen im ersten Halbjahr um 28 Prozent zurück, jene aus Südostasien um 26 Prozent und jene aus den Golfstaaten um 14 Prozent. China verzeichnete ein Minus von 2 Prozent. Wirtschaftlich besonders relevant sind dabei die Rückgänge bei den Gästen aus den Golfstaaten und China, weil sie überdurchschnittlich hohe Tagesausgaben aufweisen.
Zurückhaltung bei Neueinstellungen hält an
Trotz verhaltenem Optimismus bei der Geschäftslage bleiben die Unternehmen bei Neueinstellungen für die kommenden Monate noch zurückhaltend. Eine leichte Verbesserung ist zwar erkennbar, eine deutliche Belebung des Arbeitsmarkts zeichnet sich aber noch nicht ab.
Unter Einbezug verschiedener Prognosen geht das Konjunkturboard für 2026 von einem moderaten realen BIP-Wachstum von rund 1 Prozent im Kanton Zürich aus (sporteventbereinigt). Unbereinigt, also mit Sportevents, dürfte das Wachstum aufgrund der Wertschöpfung aus der FIFA-Fussballweltmeisterschaft knapp 2 Prozent betragen.
Das Konjunkturboard Zürich ist eine Partnerschaft zwischen dem Amt für Wirtschaft, der Zürcher Kantonalbank und der Zürcher Handelskammer. Es analysiert halbjährlich die konjunkturelle Entwicklung der Zürcher Wirtschaft.