Anmerkung: Anteil befragter Unternehmen, die die aufgeführten Themen als Chance oder Herausforderung bewerten bzw. sich dabei Unterstützung durch die ZHK wünschen. Mehrfachnennungen möglich.
Quelle: Umfrage economiesuisse und ZHK; eigene Darstellung
Unternehmen setzen auf Risikominimierung
Die befragten Unternehmen verzichten bis auf Weiteres weitgehend auf Investitionen und stellen kaum zusätzliches Personal ein. Gleichzeitig konnten viele ihre Lieferketten diversifizieren und greifen auf bestehende Lagerbestände zurück, statt neue Vorprodukte zu höheren Preisen einzukaufen. Damit konnten viele Unternehmen die Belastung begrenzen und ihre Margen weitgehend stabil halten. Rund ein Drittel der Unternehmen will zudem ihre Abhängigkeit von einzelnen Absatzmärkten reduzieren.
KI und Digitalisierung: Chancen und Hemmnisse
Neben den Risiken erkennen Zürcher Unternehmen auch Chancen in neuen Märkten und Geschäftsmodellen sowie in den Bereichen Digitalisierung und KI. Entsprechend fliessen viele der derzeit noch getätigten Investitionen in diese Bereiche. Hier identifizieren sie aber auch gewichtige Herausforderungen in Bezug auf die Cybersicherheit und Innovationsfähigkeit.
Wie die obenstehende Grafik zeigt, sehen sich Zürcher Unternehmen trotz Geopolitik in erster Linie durch Regulierung ausgebremst. Das neue Standortförderungs- und Unternehmensentlastungsgesetz, das der Regierungsrat per 1. Juli 2026 in Kraft setzt, soll diesbezüglich Abhilfe schaffen. Die Zürcher Handelskammer wird diese Entwicklungen eng verfolgen und sich weiterhin für eine praxistaugliche, schlanke Regulierung einsetzen.