Medienmitteilung vom 14.06.2026: Klares Nein zu den linken Wohn-Initiativen

Die Zürcher Stimmbevölkerung hat die beiden linken Wohn-Initiativen deutlich abgelehnt. Das ist ein klares Zeichen gegen zusätzliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt. Gleichzeitig fordert sie mit dem doppelten Ja zu den Gegenvorschlägen einen pragmatischen Mieterschutz beziehungsweise bessere Rahmenbedingungen und schnellere Bewilligungsverfahren. Auf nationaler Ebene haben sich die Bürgerinnen und Bürger gegen einen starren Bevölkerungsdeckel ausgesprochen und damit die Voraussetzungen für einen offenen, wettbewerbsfähigen und innovativen Wirtschaftsstandort gestärkt.

Mit einem deutlichen Nein zur Wohnschutz- und zur Wohnungsinitiative erteilt die Zürcher Stimmbevölkerung dem zusätzlichen Staats-Interventionismus auf dem Wohnungsmarkt eine Absage.

Raphaël Tschanz, Direktor der Zürcher Handelskammer sagt dazu: «Das deutliche Nein zu den beiden Initiativen ist erfreulich und zeigt, dass sich die Zürcherinnen und Zürcher nicht auf wohnpolitische Experimente einlassen wollen, die bereits in Basel-Stadt und in Genf gescheitert sind. Mehr preiswerter Wohnraum entsteht nur, indem man das Bauen vereinfacht und beschleunigt. Dort muss nun angesetzt werden.» 
 

Pragmatischer Gegenvorschlag schützt Mieterinnen und Mieter

Das Ja zum Gegenvorschlag zur Wohnschutz-Initiative schafft für unvermeidliche Wohnungskündigungen klare Regeln, sorgt für Transparenz und stärkt die Unterstützung der Mieterinnen und Mieter. Sie werden wirksam geschützt. Nötige Anreize für Investitionen, Ersatzneubauten und die Schaffung von neuem Wohnraum bleiben intakt.

Der Regierungsrat ist gefordert: Wohnungsbau endlich beschleunigen

Der neue Verfassungsartikel verpflichtet Kanton und Gemeinden, günstige Rahmenbedingungen für ein ausreichendes und bedarfsgerechtes Wohnraumangebot zu schaffen. Für die Zürcher Handelskammer ist klar: Nun ist der Regierungsrat gefordert, dem Kantonsrat konkrete Vorschläge vorzulegen, welche den Wohnungsbau im Kanton Zürich beschleunigen.

Planungs- und Bewilligungsverfahren müssen vereinfacht, digitalisiert und beschleunigt werden. Nur wenn unnötige Hürden abgebaut und Verfahren effizienter gestaltet werden, kann der dringend benötigte Wohnraum rasch geschaffen werden.

Deutliche Ablehnung des starren, schädlichen Bevölkerungsdeckels

Die Zürcher Handelskammer begrüsst die Ablehnung der Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». Das Stimmvolk hat damit ein klares Zeichen für einen offenen, vernetzten und zukunftsorientierten Wirtschaftsstandort gesetzt. Der Entscheid stärkt die Voraussetzungen dafür, dass die Schweiz auch künftig auf qualifizierte Arbeitskräfte zählen, ihre Innovationskraft erhalten und ihren Wohlstand sichern kann und ist ein klares Bekenntnis zum bilateralen Weg.

Die Herausforderungen im Zusammenhang mit Bevölkerungswachstum, Wohnraum und Infrastruktur bleiben bestehen und verlangen nach konkreten Lösungen. Die Initiative hätte dazu keinen wirksamen Beitrag geleistet. Umso wichtiger ist es nun, die bestehenden Herausforderungen gezielt anzugehen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Stärken der Schweiz zu bewahren. Dazu gehören verlässliche Beziehungen zu unseren wichtigsten Handelspartnern, ein attraktiver Arbeitsmarkt, ein funktionierender Wohnungsmarkt und gute Rahmenbedingungen für Unternehmen.

Rückfragen bitte an: Raphaël Tschanz, Direktor Zürcher Handelskammer, 076 507 09 95

Zurück zur Übersicht