Theres Agosti Monn sitzt seit 2013 für die SP im Zürcher Kantonsrat und ist Mitglied der Kommission für Planung und Bau. Zuvor war sie während zehn Jahren Gemeinderätin in Turbenthal. Beruflich arbeitete sie lange als Lehrerin und Schulleiterin. Heute ist sie in der Organisationsberatung und -entwicklung tätig. Neben ihrer politischen und beruflichen Tätigkeit engagiert sie sich als Präsidentin von BirdLife Zürich.
Frau Agosti Monn, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Winterthur Land besonders am Herzen?
Die Landschaft rund um Winterthur ist wertvoll für Natur, Kultur und Erholung. Um Zersiedelung zu verhindern, braucht es Verdichtung, aber auch Schutz von Natur- und Erholungsräumen. Gleichzeitig soll eine massvolle Entwicklung der Weiler möglich bleiben, da sie die Region prägen. Der Kanton überprüft derzeit die Zonierung der Kleinsiedlungen. Ziel ist es, Landschaftsqualität zu bewahren, Artenrückgang zu bekämpfen und regionale Identität zu sichern.
Wenn Sie Königin von Zürich wären, was würden Sie als erstes zu Gunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Ich schätze Zürich, gerade weil es keine Könige gibt. Ich bin ein Demokratie-Fan. Das System funktioniert auf Gemeinde-, Kantons- und Landesebene insgesamt sehr gut. Die politische Kultur im Kanton Zürich ist trotz unterschiedlicher Meinungen und Interessen konstruktiv. Wünschenswert wäre jedoch eine bessere Durchmischung der Behörden in Bezug auf Alter, Geschlecht, Herkunft und politische Ausrichtung. Könnte ich zaubern, hätten die Gemeinden von Winterthur Land mehr links-grüne Vertretungen.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Ich bin gerne draussen – sei es auf Wanderungen oder Skitouren in den Bergen, beim Schwimmen oder Joggen in der nahen Umgebung oder bei Gartenarbeiten. Sport und Bewegung sind ein wichtiger Bestandteil meines Alltags. Zudem jodle ich bei den «Jodelwiibern Naturtrüeb».

