Markus Bopp ist seit 2023 Kantonsrat der SVP und Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben. Er ist selbständiger Meisterlandwirt und Agronom BSc sowie Experte Bewertung und Recht beim Schweizer Bauernverband. Dazu ist er Mitglied der Geschäftsführung der Forstbetrieb Altberg-Lägern GmbH und Verwaltungsrat der Immobag unteres Furttal AG. Seit 2022 trägt Bopp ebenfalls die Verantwortung für die Gemeindestelle Landwirtschaft der Gemeinden Buchs und Otelfingen.
Herr Bopp, welche Themen liegen Ihnen derzeit in Ihrem Wahlkreis Dielsdorf besonders am Herzen?
Der Bezirk Dielsdorf ist eine stark wachsende Region. Die Herausforderungen dieser Entwicklung sind fast nicht mehr zu bewältigen. Die notwendigen Infrastrukturbauten wie Strassen, Kläranlagen, Schulhäuser etc. können nicht in der entsprechenden Geschwindigkeit realisiert werden. Wenn eine Region zu schnell wächst, ist dieses Wachstum nicht mehr nachhaltig, weil die negativen Effekte überwiegen. Somit liegt der Fokus beim Bezirk Dielsdorf nicht auf stärkerem Wachstum, sondern auf dem Bewältigen der bestehenden Herausforderungen.
Wenn Sie König von Zürich wären, was würden Sie als erstes zugunsten des Standorts Zürich entscheiden?
Nun, aus meiner Sicht wäre es wichtig, dass sich die Zürcher Politik wieder stärker an unseren Grundwerten und Eigenheiten orientiert. Zürich und die Schweiz sind in fast allen wirtschaftlichen wie auch ökologischen und sozialen Kriterien besser dran als unsere europäischen Nachbarn. BIP pro Kopf, Jugendarbeitslosigkeit, Wasserqualität etc. etc. Die Gründe dieser verbesserten Perfomance liegen in der direkten Demokratie, die sicherstellt, dass die hiesigen Politiker nahe am Volk politisieren müssen. Hier wünsche ich mir von der Politik wieder mehr Stolz, aber auch Demut gegenüber unserem einzigartigen Staatsaufbau.
Wie finden Sie Ausgleich zu Beruf und Politik?
Um die Wirren der Politik und des Berufslebens zu strukturieren, helfen mir meine Traktorarbeiten. Beim stundenlangen Pflügen einer Wiese oder dem Säen von Weizen kommen mir immer wieder Gedanken, die mich weiterbringen und neue Erkenntnisse liefern. Die landwirtschaftlichen Feldarbeiten helfen mir somit, etwas mehr Klarheit zu erhalten.

