Visienco ist Gewinner des Ypsomed Innovation Award 2026

Bern/Burgdorf BE/Root LU - Die Visienco AG hat beim Ypsomed Innovation Award 2026 den ersten Platz belegt. Das Start-up entwickelt ein automatisiertes Verfahren zur Herstellung von Organoiden. Neben Visienco wurden auch optohive und Rhovica Neuroimaging ausgezeichnet.

(CONNECT) Die Visienco AG mit Sitz im Technopark Luzern in Root wurde bei der Preisverleihung des diesjährigen Ypsomed Innovation Award in Bern mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Das Biotech-Unternehmen entwickelt ein automatisiertes Verfahren zur schnelleren Herstellung von Organoiden und erhielt mit der Auszeichnung ein Preisgeld von 50‘000 Franken. Laut Mitteilung wurden zudem optohive aus Zürich und Rhovica Neuroimaging aus Bern ausgezeichnet. Sie erhielten jeweils ein Preisgeld von 25‘000 Franken.

Visienco kombiniert mit Orgadroid Robotik und Künstliche Intelligenz, um die Herstellung und Anwendung von Organoiden zu automatisieren. Dies ermöglicht standardisierte und nachvollziehbare Prozesse. Organoide sind im Labor gezüchtete Mikrostrukturen, welche die Komplexität und Funktionalität menschlicher Organe nachahmen. Sie können damit als Alternative zu Tierversuchen verwendet werden und unterstützen die personalisierte Medizin sowie Medikamentenentwicklung.

Optohive, eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), wurde für die Entwicklung eines tragbaren und modularen Hirnbildgebungssystems auf Basis der funktionellen Nahinfrarot-Spektroskopie ausgezeichnet.

Rhovica Neuroimaging wurde wiederum für ihr SoNav-System ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um ein miniaturisiertes Ultraschallverfahren, welches die präzise Platzierung von EVD (Externe Ventrikeldrainage)-Hirnkathetern direkt am Patientenbett ermöglicht.

Der Ypsomed Innovation Award ist ein Preis der Burgdorfer Stiftung Ypsomed Innovationsfonds. Der Preis hat es sich zum Ziel gesetzt, den Wissens- und Technologietransfer aus den Fachhochschulen und Universitäten des Schweizer Mittellandes in die Wirtschaft zu fördern. „Die Schweizer Hochschulen gehören zu den besten der Welt“, so Simon Michel, Präsident des Stiftungsrates und CEO von Ypsomed, laut Mitteilung. „Es ist wichtig, dass wir ihr Wissen und ihre Forschung für die Schweizer Wirtschaft nutzbar machen.“ ce/nta

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