Feldschlösschen nutzt Holzschnitzel aus der Region für Prozesswärme

Rheinfelden AG - Die Wärmeverbund Rheinfelden AG und Feldschlösschen haben bei der Brauerei eine Holzschnitzelfeuerung in Betrieb genommen. Die Anlage mit einer Leistung von 2,3 Megawatt soll Dampf für die Bierproduktion liefern. Der Wärmeverbund bezieht Abwärme und Heisswasser von Feldschlösschen.

(CONNECT) Die Wärmeverbund Rheinfelden AG und Feldschlösschen haben laut einer Mitteilung auf dem Gelände der Brauerei eine Anlage zur Dampferzeugung in Betrieb genommen, die mit Holzschnitzeln aus der Region befeuert wird. Die Anlage hat eine Leistung von 2,3 Megawatt. Sie ersetzt fossile Brennstoffe und spart damit rund 3500 Tonnen CO2 pro Jahr.

Die Anlage liefert rund ein Drittel des jährlichen Wärmebedarfs der Brauerei. Der Wärmeverbund bezieht bereits jetzt Abwärme und Heisswasser von Feldschlösschen.

Die Anlage wurde von der  Wärmeverbund Rheinfelden AG gebaut, einem Gemeinschaftsunternehmen der AEW Energie AG mit Sitz in Aarau und der Stadt Rheinfelden. Feldschlösschen hat die Investitionen in die Anpassung des Gebäudes und die Einbindung in die Infrastruktur übernommen. Insgesamt wurden 6,4 Millionen Franken investiert.

Beide Seiten haben für den Betrieb einen Contracting-Vertrag geschlossen. Danach ist die AEW im Auftrag des Wärmeverbundes für den Betrieb und die Wartung der Anlage sowie die Beschaffung der Holzschnitzel aus der Region verantwortlich.

Feldschlösschen hat bereits zuvor rund 70 Prozent seines Wärmebedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Dazu setzt es Biogas aus der Vorbehandlung des Abwassers und Alkohol aus der Produktion alkoholfreier Biere ein. „Mit der neuen Anlage kommen wir unserem Ziel einer weitgehend fossilfreien Wärmeversorgung einen grossen Schritt näher“, wird Thomas Janssen, Leiter Nachhaltigkeit bei Feldschlösschen, in der Mitteilung zitiert.

„Mit diesem Projekt zeigt die Wärmeverbund Rheinfelden AG, wie die Dekarbonisierung von Prozesswärme konkret und regional verankert umgesetzt werden kann“, fügt Marc Ritter hinzu, CEO der AEW und Präsident des Verwaltungsrats des Wärmeverbundes. ce/ug

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