Die Digitalisierung setzt sich auch in der öffentlichen Verwaltung durch. Auch in der Schweiz werden staatliche Dienstleistungen vermehrt in elektronischer Form zur Verfügung gestellt. Allerdings hat die Schweiz hier laut der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) noch Aufholbedarf.
Die ZHAW hat nun gemeinsam mit dem Verein Zürcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute (VZGV) und der Staatskanzlei des Kantons Zürich untersucht, wie die digitalen Dienstleistungen des Staates bei der Bevölkerung ankommen. Befragt wurden dafür 23.000 Haushalte der Gemeinden Horgen, Fehraltorf, Meilen und Russikon.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Bevölkerung eServices grundsätzlich analogen Dienstleistungen vorzieht. Die Präferenz für eServices nimmt zwar ab, sobald es um persönliche Daten geht. Die Ergebnisse deuten aber auch darauf hin, dass die Mehrheit trotz dieser Sicherheitsbedenken digitale Angebote bevorzugt, schreibt die ZHAW. So würde auch in der Gruppe, die zu digitalen Dienstleistungen bei Steuererklärungen befragt wurde, die Mehrheit selbst bei geringererem Datenschutz und niedrigerer Datensicherheit die Möglichkeit der digitalen Steuererklärung einer analogen vorziehen.
Dass digitale Dienstleistungen für die Behörden einen kürzeren Abwicklungsprozess bedeuten, spielt für die meisten Befragten keine Rolle. Anders ist es bei den Kosten: „Die Aussicht, dass eServices mit möglichen zusätzlichen Kosten für die Nutzenden verbunden sein könnten, scheint neben Datenschutz und Datensicherheit das zweite zentrale Kriterium für die Beurteilung digitaler Angebote”, so die ZHAW. ssp

