Zürcher Kantonalbank investiert mehr in Start-ups

Zürich - Die Zürcher Kantonalbank hat im vergangenen Jahr mehr Geld in Schweizer Jungfirmen investiert als je zuvor. Neu setzt die Bank nicht nur auf Start-ups in der Region Zürich, sondern in der ganzen Schweiz, so Daniel Schoch, Leiter des Bereichs für Start-up-Finanzierung.

Laut einem Bericht von startupticker.ch hat die Zürcher Kantonalbank (ZKB) im Jahr 2017 rund 21,3 Millionen Franken in Schweizer Start-ups investiert. Damit hat die Bank einen neuen Rekord erreicht. Wie Daniel Schoch, Leiter des Bereichs für Start-up-Finanzierung, in einem Interview mit dem Portal erklärt, habe die ZKB ihre Strategie geändert.

„Erstens haben wir den geographischen Fokus vom Wirtschaftsraum Zürich auf die ganze Schweiz erweitert. Zweitens investieren wir pro Investitionsrunde grössere Summen“, so Schoch. Früher sei die ZKB mit 500.000 Franken eingestiegen. Nun stellt sie bis zu 1 Million Franken in der ersten Runde zur Verfügung. „Insgesamt können wir pro Unternehmen mehrere Millionen Franken investieren, in grösseren Serie-A-Runden mitziehen und so die Start-ups länger unterstützen“, so Schoch.

Neben renditeorientierten Finanzierungen sei die ZKB nun auch im Corporate Venturing aktiv. Sie beteiligt sich also auch an Jungunternehmen, mit denen sie Chancen auf eine attraktive Zusammenarbeit sieht.

Das Budget für Investitionen in Jungfirmen wurde laut Schoch nicht erhöht, es sei in der Vergangenheit nur nicht ausgeschöpft worden. Insgesamt ist Schoch der Meinung, dass die „Quantität und Qualität der Schweizer Startups” in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. 

Ob 2018 ähnlich viel in Start-ups investiert wird wie 2017, werde sich erst Ende Jahr zeigen, sagt Schoch. Er fügt jedoch hinzu, dass in den ersten fünf Monaten des Jahres bereits „einige gute Opportunitäten” genutzt werden konnten. ssp

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