Das Schweizer Wirtschaftswachstum bleibe „trotz Unsicherheiten robust“, schreibt die Credit Suisse in ihrer Mitteilung zum gerade veröffentlichten „Monitor Schweiz“ für das dritte Quartal 2018. Für dieses Jahr sagen die Analysten der Zürcher Grossbank darin dem Bruttoinlandprodukt (BIP) ein Wachstum von 2,7 Prozent voraus. Dieser hohe Wert sei jedoch „auf ein perfektes Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurückzuführen, das sich 2019 kaum wiederholen wird“, heisst es in der Mitteilung weiter. Für das kommende Jahr gehen die Analysten von einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent aus.
Zum hohen diesjährigen Wachstumswert tragen ihnen zufolge Lizenzeinnahmen in der Schweiz ansässiger internationaler Sportverbände aus internationalen Sportereignissen wie der Fussballweltmeisterschaft bei. Auch seien die Schweizer Unternehmen „während eineinhalb Jahren positiv von der Abwertung des CHF überrascht“ worden. Im nächsten Jahr stehen aber keine weiteren Sportereignisse an und der Franken habe bereits wieder „mehrere Aufwertungsschübe hinter sich“. Zudem deuteten die Entwicklungen auf einen Rückgang der Überauslastung der heimischen Industrie hin. „Das steigende Überangebot auf dem Wohnungsmarkt und die allmählich dünner werdenden Auftragsbücher im Hoch- und Tiefbau“, werden im nächsten Jahr darüber hinaus das Wachstum bei den Bauinvestitionen ausbremsen, vermuten die Analysten. Dem privaten Konsum sagen sie dagegen eine „wenn auch weiterhin vergleichsweise verhalten“ ausfallende Zunahme voraus. hs

