Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie ist im April gegenüber dem März um 3,3 Punkte auf den Stand von 63,6 Zählern gestiegen. Er hat damit seinen Taucher um 5,2 Punkte vom März zum grössten Teil wieder wettgemacht. Zudem liegt der Index weiterhin deutlich in der bei 50 Punkten beginnenden Wachstumszone. Für die Konjunkturforscher ist dies „ein klares Indiz dafür, dass die Schweizer Industrie trotz aller Schlagzeilen und Sorgen bezüglich Zoll- und Handelsstreitigkeiten weiterhin mit hoher Schlagzahl unterwegs ist“.
Der Wiederanstieg des Index im April wird dabei von allen Subkomponenten gestützt. Den Anstieg der Komponenten Lieferfristen und Einkaufspreise deuten die Analysten im PMI zudem als „untrügliche Zeichen von Knappheit“. Ihr sei die Industrie im April mit einer zuletzt im Februar 2011 gesehenen Aufstockung des Personals begegnet. Den Konjunkturforschern zufolge sollte die Investitionstätigkeit der Industrieunternehmen zudem „weiter an Fahrt gewinnen“.
Auch der PMI des Dienstleistungssektors schloss im April mit einem um 6,0 Punkte über dem Märzwert liegenden Stand von 62,8 Zählern. Er glich damit seinen Rückgang von 6,1 Punkten im März fast vollständig aus. Dabei rangierten im April alle Subkomponenten des Index weit in der Wachstumszone. Insbesondere die Subkomponente Geschäftstätigkeit beschreiben die Analysten als „so rege“ wie lange nicht mehr. Zudem wurden im April auch im Dienstleistungssektor die Stellen ausgebaut. hs

