In der vergangenen Woche hat die Zürcher Privatbank Vontobel angekündigt, dass sie Notenstein La Roche von Raiffeisen übernehmen wird. In einem Interview mit der „Sonntagszeitung“ sagt Vontobel-CEO Zeno Staub, dass es im Rahmen der Transaktion zum Personalabbau kommen wird. Insbesondere im administrativen Bereich werde es „zu einer substanziellen Reduktion beim Personal kommen“, so Staub. „Es ist das erste Mal, dass wir uns bei einer Übernahme in einer Grössenordnung bewegen, die auch auf der Seite von Vontobel einen gewissen Anpassungsbedarf bringt.“
Bei den rund 100 Kundenberatern von Notenstein La Roche will Staub nichts ändern. „Ich bin zuversichtlich, dass sich die Kundenberater bei Vontobel wohlfühlen. Ich glaube sogar, dass wir Berater, die Notenstein zuletzt verlassen haben, wieder zurückgewinnen können“, so Staub.
Mit der Übernahme baut Vontobel auch seine Präsenz in der Schweiz aus. Bisher hatte die Privatbank sechs Standorte in der Schweiz. Mit dem Zukauf dürfte die Anzahl der Standorte laut Staub auf 13 ansteigen. „Wo wir durch die Übernahme doppelte Standorte haben, werden wir einen Mietvertrag kündigen”, erklärt er weiter.
Vontobel zahlt 700 Millionen Franken für Notenstein La Roche. Staub ist zuversichtlich, dass im Rahmen der Transaktion keine Notenstein-Kunden abspringen werden. Aber auch wenn Notenstein einige Kunden verliert, werde sich die Transaktion noch „sehr gut rechnen”.
Staub hatte Notenstein La Roche laut der „Sonntagszeitung” zu einem früheren Zeitpunkt als ein „rares Gut” bezeichnet und damit auch den relativ hohen Übernahmepreis begründet. „Die Fokussierung von Notenstein auf das Schweizer Geschäft und die ideale Grösse passen perfekt”, sagt Staub. Notenstein werde zur regionalen Verankerung von Vontobel in der Schweiz beitragen. Die Frage, ob andere Banken mit ähnlichen Eigenschaften zum Verkauft stünden, verneint Staub. ssp

