UBS setzt auf Zukunftstechnologien

Zürich - Die UBS will bei vielversprechenden Technologien wie der digitalen Vermögensverwaltung oder Blockchain vorne mit dabei sein, sagt Dirk Klee in einem Interview. Laut dem Chef der Vermögensverwaltung ist die UBS auch ein Technologieunternehmen.

Die UBS arbeitet an mehreren neuen Technologieprojekten. Im Oktober hat sie etwa das Asien-Geschäft auf ihre Vermögensverwaltungsplattform One Wealth Management übertragen. „Über 80 Prozent unserer globalen Assets, das sind ohne die USA rund 800 Milliarden Franken, sind nun auf der Plattform. Es gibt keine andere Bank mit diesem Wert“, so Dirk Klee, Chef der Vermögensverwaltung bei der UBS, in einem Interview mit finews.ch. Die Bank will die Plattform auch an Dritte vermieten. Dazu laufen laut Klee derzeit Sondierungsgespräche mit Interessenten.

Ihre britische Kundschaft bedient die UBS seit rund einem Jahr mit dem Roboadvisor Smartwealth. Mit diesem können Nutzer Anlageziele entwickeln. Wie Klee erklärt, handelt es sich dabei um ein Pilotprojekt. „Roboadvisory sowie digitale Vermögensverwaltung im Allgemeinen sind noch keine Massenphänomene. Uns geht es bei UBS Smartwealth primär darum, das Feld nicht den Fintechs zu überlassen, sondern vorne an der Entwicklung zu stehen“, so Klee. Dies gelte nicht nur für Roboadvisor, sondern auch für alle vielversprechenden Technologien wie Blockchain oder künstliche Intelligenz. „Die UBS versteht sich auch als Technologieunternehmen“, betont Klee.

Ab 2018 tritt in der EU die Regulierung Payment Services Directive (PSD2) in Kraft, die von den Banken verlangt, Kundenschnittstellen für Dritte zu öffnen. Dies dürfte mittelfristig auch die Schweiz betreffen, so Klee. Die UBS wolle zu den globalen Plattformen gehören, die eigene und fremde Finanzdienstleistungen anbieten. Dabei wolle sie jedoch selber bestimmen, welche Dienstleistungen sie selber anbietet und welche sie Drittanbietern überlässt. ssp

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