Swiss Re verzeichnet Zunahme von Schäden

Zürich - Der Zürcher Rückversicherer Swiss Re hat den gesamtwirtschaftlichen Schaden durch Natur- und vom Menschen verursachte Katastrophen berechnet. Insbesondere durch die Hurrikane Harvey, Irma und Maria ist der Wert deutlich gestiegen.

So liegt der gesamtwirtschaftliche Schaden in diesem Jahr bei 306 Milliarden Dollar, wie Swiss Re in einer Medienmitteilung zur „Sigma“-Schätzung erklärt. Im vergangenen Jahr waren es noch 188 Milliarden Dollar. Die versicherten Schäden aus Natur- und vom Menschen verursachten Katastrophen werden voraussichtlich 136 Milliarden Dollar erreichen. Das ist der dritthöchste Wert seit Beginn der „Sigma“-Schätzungen im Jahr 1970, heisst es von Swiss Re. 131 Milliarden Dollar davon gehen auf Naturkatastrophen zurück. Swiss Re weist auf die deutlich höheren Schäden in der zweiten Jahreshälfte hin und verweist dabei auf die Hurrikane Harvey, Irma und Maria.

„In den letzten Jahren überschritten die durch Katastrophenereignisse verursachten jährlichen Versicherungsschäden einige Male die 100-Milliarden-Dollar-Marke“, wird Martin Bertogg, Leiter Naturgefahren bei Swiss Re, in der Mitteilung zitiert. „Die Versicherungswirtschaft hat bewiesen, dass sie so hohe Schadenzahlen sehr gut bewältigen kann. Es bestehen aber weiterhin erhebliche Deckungslücken.“

Dabei ist das Schadenspotenzial durch Hurrikane in einigen Orten der USA jedoch in den vergangenen Jahren gestiegen, wie Kurt Karl, Group Chief Economist von Swiss Re, erläutert. Er weist auf eine Zunahme der Bevölkerung und von Häusern in Küstengemeinden seit der Hurrikansaison 2005 hin. jh

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