Stagnierende Reallöhne dämpfen Konsumwachstum

Zürich - Ein schwächerer Franken und der Rückgang der Arbeitslosigkeit gaben dem UBS-Konsumindikator im Oktober Auftrieb. Stagnierende Reallöhne dämpfen die Kauflust jedoch ab.

Der monatlich von der Zürcher Grossbank ermittelte UBS-Konsumindikator ist im Oktober auf 1,54 Punkte gestiegen. Gegenüber dem gleichzeitig von 1,56 auf 1,51 Punkte korrigierten Septemberwert legte er somit um 0,3 Punkte zu. 

In der entsprechenden Mitteilung führt die UBS das leichte Wachstum vor allem auf die Neuimmatrikulationen von Personenwagen und den inländischen Tourismus zurück. Das vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ermittelte Konsumentenvertrauen stagniere jedoch im negativen Bereich und auf dem Niveau des Vorquartals. Zudem hätten sich die Erwartungen der Konsumenten in Bezug auf die allgemeine Wirtschaftslage im Oktober leicht verschlechtert. 

Für dieses und nächstes Jahr insgesamt prognostiziert die UBS dem privaten Konsum ein Wachstum von jeweils 1,3 Prozent. Dieser Wert liegt leicht unter dem von den Konjunkturexperten der Grossbank ermittelten langjährigen Durchschnitt. Stützend auf den Konsum wirken sich nach Ansicht der UBS die gute europäische Konjunkturentwicklung und ein damit verbundener Rückgang der Arbeitslosigkeit aus. Auch der schwächere Franken trage durch eine Verteuerung von Auslandseinkäufen indirekt positiv zum Schweizer Detailhandel bei. Eine Lohnumfrage der UBS deutet jedoch gleichzeitig auf stagnierende Reallöhne im Untersuchungszeitraum hin. Dies wird nach Einschätzung der Konjunkturexperten „eine stärkere Belebung des Konsums verhindern“, heisst es abschliessend in der Mitteilung. hs

Zurück zur Übersicht