Noch 2014 habe die Vergütung des CEO eines Schweizer Grossunternehmens um 14 Prozent über der eines vergleichbaren deutschen Firmenchefs gelegen, schreibt PwC in einer Mitteilung zur aktuellen Studie „Executive Compensation & Corporate Governance: Insights 2018“ des Beratungsunternehmens. Im vergangenen Jahr verdiente der Schweizer CEO im Schnitt nur 80 Prozent seines Kollegen im deutschen Grossunternehmen. Bei den kleineren unter den grössten börsenkotierten Unternehmen lag die Vergütung des Schweizer Firmenchefs im Mittel um 13 Prozent tiefer als beim deutschen Kollegen. Nur Schweizer CEOs von mittelgrossen börsenkotierten Unternehmen trugen rund 10 Prozent mehr als vergleichbare deutsche Firmenchefs nach Hause.
Über die gesamte Geschäftsleitung gesehen macht PwC zwischen 1 und 23 Prozent geringere Saläre für Schweizer Manager im Vergleich zu deutschen Kollegen aus. „Diese Ergebnisse für 2017 überraschen, ist doch die allgemeine Wahrnehmung eher, dass die Schweizer Manager mehr als anderswo verdienen“, wird Remo Schmid, Partner People and Organisation Consulting bei PwC Schweiz, dazu in der Mitteilung zitiert. Zwischen 2014 und 2016 hätten Schweizer Manager noch vor ihren deutschen Kollegen gelegen. „Es wird spannend, wie sich das zukünftig entwickeln wird.“
In der Studie wird auch das Verhältnis zwischen der Bezahlung von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat untersucht. Danach verdient die Gesamtheit der Mitglieder einer Schweizer Geschäftsleitung zwischen 6,6- und 8,8-mal so viel wie alle Mitglieder des Verwaltungsrats desselben Unternehmens. „Vergütung reflektiert auch Machtverhältnisse“, meint Alexander Wagner vom Swiss Finance Institute, Ko-Autor der Studie, dazu in der Mitteilung. „Wenn ein Management-Team viel mehr als der Verwaltungsrat verdient, dann kann das auf Probleme in der Governance hinweisen.“ hs

