Oerlikon will Getriebesparte an die Börse bringen

Pfäffikon SZ - Oerlikon will seine Getriebesparte noch in diesem Jahr an die Schweizer Börse SIX bringen. Der Industriekonzern will sich stärker auf die Oberflächensparte und die Kunstfasern konzentrieren.

Der Börsengang an der SIX wird voraussichtlich 87 Prozent der Aktien erfassen und soll unabhängig von Bedingungen am Kapitalmarkt im dritten Quartal 2018 stattfinden, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Getriebesparte von Oerlikon wird neu unter dem Namen GrazianoFairfield firmieren und ihren Hauptsitz in der Schweiz haben. Divisionschef Bernd Matthes soll CEO von GrazianoFairfield und Jürgen Geissinger Verwaltungsratspräsident werden.

Die Getriebesparte gilt den Angaben zufolge als ein weltweit führender Anbieter von Hochleistungsgetrieben, Powershifteinheiten, Kraftübertragungseinheiten, Differenzialen und Planetengetrieben sowie von innovativen Lösungen für Hybrid- und Elektroantriebe. Sie beschäftigt weltweit über 5100 Mitarbeitende und konnte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 730 Millionen Franken erzielen.

„Oerlikon wird sich nach dem Börsengang des Segments Drive Systems stärker auf die Kerngeschäfte Oberflächenlösungen und moderne Werkstoffe sowie Chemiefaseranlagen konzentrieren“, lässt sich Oerlikon-CEO Roland Fischer in der Mitteilung zitieren. Der Konzern wolle das Wachstum beschleunigen und gezielt in die Zukunft investieren. ssp

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