Migros-Chef will Profitabilität verbessern

Zürich - Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen will mit einer „Vielzahl von Projekten“ die Profitabilität des Detailhandelskonzerns verbessern, wie er in einem Interview erklärt. Mit den derzeitigen Finanzkennzahlen ist er nicht zufrieden.

Es sei Tatsache, dass die Migros ihre finanziellen Ziele verfehlt habe, sagt Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen in einem Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“. „Damit kann ich nicht zufrieden sein“. Zumbrunnen erklärt die sinkenden Margen der Migros im Kerngeschäft mit den sinkenden Preisen für Kunden im Non-Food-Bereich, den höheren Lohn- und Strukturkosten sowie dem Online-Geschäft, das durch höhere Transparenz mehr Preisdruck schafft.

Weiter erklärt er, dass sich mehrere Firmen der Migros-Gruppe in einer Transformationsphase befänden. Beispiele seien Schild und Herren Globus, die nun unter der Marke Globus vereint werden sollen, sowie der vermehrte Fokus auf das Online-Geschäft bei Ex Libris. „Diese notwendigen Ausrichtungen belasten in einer ersten Phase natürlich das Gruppen-Ergebnis”, so Zumbrunnen.

Nun sollen Synergien zwischen den einzelnen Departementen besser genutzt werden, wie Zumbrunnen weiter erklärt. „So wie die Grenzen zwischen online und offline im Cross-Channel verschwinden, müssen wir auch über die Grenzen der verschiedenen Departemente hinausdenken“, sagt er. Der Fachmarkt SportXX habe etwa eine Strategie, die online und stationär verbinde. Gleichzeitig könne SportXX aber auch auf dem Marktplatz Galaxus vorteilhaft positioniert werden. Auch beim Online-Supermarkt Le Shop sollen Synergien mit dem Kerngeschäft verstärkt werden.

Die Zahl der Migros-Genossenschaften will Zumbrunnen allerdings nicht reduzieren. Die finanziellen Vorteile wären nicht sehr gross, erklärt er. Ausserdem wäre eine „solche – per se politische – Debatte“ für Positionierung und Erfolg von Migros „völlig kontraproduktiv und würde uns vom Ziel abbringen, die sich ändernden Kundenbedürfnisse abzudecken“. ssp

Zurück zur Übersicht