Leerwohnungsbestand klettert auf Rekordniveau

Zürich - Der Leerwohnungsbestand ist in diesem Jahr drastisch angestiegen, zeigt eine Studie der Credit Suisse. Die Analysten der Grossbank rechnen nicht mit einer baldigen Trendwende. Sie gehen trotzdem weiterhin von vorteilhaften Renditen am Immobilienmarkt aus.

Nach Butterbergen und Milchseen stünden der Schweiz nun „Berge von leeren Wohnungen“ ins Haus, schreibt die Credit Suisse in der Mitteilung zu ihrem aktuellen Immobilienmonitor Schweiz für das dritte Quartal 2018. Im Verlauf dieses Jahres habe der Leerwohnungsbestand um 8020 auf den Rekordwert von 72.294 leeren Wohnungen zugelegt. Die schweizweite Leerwohnungsziffer sei damit auf den Stand von 2,51 Prozent gestiegen.

Auch im kommenden Jahr rechnen die Analysten der Credit Suisse mit einem weiteren Anstieg der Leerwohnungsziffer. Das erstarkte Wirtschaftswachstum werde diesen jedoch geringer ausfallen lassen als noch in diesem Jahr. Den Preisen für Eigentumswohnungen sagen sie eine leichte Abschwächung des derzeitigen Wachstums von 2 bis 3 Prozent voraus.

Auch der Markt für Büroflächen sollte vom derzeitigen Wirtschaftswachstum profitieren, heisst es in der Mitteilung weiter. Hier wurde bereits in diesem Jahr ein Rückgang der leerstehenden Büroräumlichkeiten in fast allen Schweizer Städten beobachtet. Lediglich in Neuenburg und besonders in Genf stiegen die Leerstände von Büroflächen an.

Mit der wachsenden Bedeutung des Online-Handels lege auch die strategische Bedeutung der Logistikimmobilie zu, konstatieren die Analysten der Credit Suisse. Insofern erstaune es wenig, „dass auch in der Schweiz Logistikimmobilien allmählich die Aufmerksamkeit der Anleger und Investoren gewinnen“. hs

 

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