Lebensversicherer setzen auf Bestandsmanagement

Zürich - Lebensversicherer konzentrieren sich vermehrt darauf, die Rentabilität der laufenden Verträge zu verbessern. Ein Kernproblem der Versicherer bleibt weiterhin das Niedrigzinsumfeld. Dies stellt die neue Sigma-Studie von Swiss Re fest.

Während sich Lebensversicherer in der Vergangenheit vornehmlich auf Neuabschlüsse konzentriert haben, liegt der Fokus heute zunehmend auf der Verbesserung des Bestandsgeschäfts, hält die Studie fest. So richten Versicherer ihre Produkte stärker nach den Bedürfnissen der Kunden aus. Mittels Datenanalysen versuchen sie zudem, die Kundenbindung zu stärken und die Betriebskosten zu senken. Die Daten dienen jedoch auch dazu, neue Trends rechtzeitig vorherzusehen. Die Kundenbindung wird zunehmend auch durch Zusatzangebote in den Bereichen Prävention und Krankheitsmanagement gestärkt.

Das Kernproblem von Lebensversicherern ist der Studie zufolge weiterhin das Niedrigzinsumfeld, weil Kapitalerträge zu den wichtigsten Ertragsquellen gehören. Als Folge hätten einige Lebensversicherer ihre Vermögensallokation neu ausgerichtet. Sie investieren nun geringe Beiträge in Vermögenswerte mit hohem Ertrag.

Verbesserungsbedarf sieht die Studie auch bei der Kapitalausstattung. Diese könnte mithilfe von Rückversicherungen und Kapitalmarktlösungen optimiert werden. Als eine Möglichkeit zur Kapitalentlastung hebt die Studie zudem die Verringerung der Risiken im Zusammenhang mit Sterblichkeit, Erkrankungen und Lebenserwartung durch entsprechende Risikotransfers hervor. ssp

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