Gegenüber Facebook ist die Asmallworld AG tatsächlich klein. Laut einer Mitteilung zum Börsengang hat das soziale Netzwerk mit Sitz in Zürich nur 28.500 Mitglieder. Aber diese Mitglieder zahlen 100 Franken jährlich, um dabei zu sein. Für die Mitgliedschaft in The World’s Finest Clubs werden nochmals 2400 Franken fällig. Pro Nutzer nimmt das Unternehmen durchschnittlich 198 Franken ein, ein Vielfaches dessen, was die anderen Netzwerke erzielen. Asmallworld will wachsen: Bis Ende 2022 will es 100.000 Mitglieder haben und 20 Millionen Franken einnehmen. 2017 betrugen die Einnahmen 5,0 Millionen Franken.
Geld braucht das Unternehmen auch jetzt nicht. Mit dem Börsengang würden vielmehr die Sichtbarkeit und strategischen Optionen des Unternehmens „erheblich“ ausgeweitet werden, lässt sich Verwaltungsratspräsident Patrick Liotard-Vogt in der Mitteilung zitieren. Es freue ihn, dass sein Unternehmen das erste soziale Netzwerk sei, dass an die Schweizer Börse gegangen sei.
Die 8,1 Millionen Aktien, die nun auf den Markt gekommen sind, machen 40 Prozent des Aktienkapitals aus. Der Kurs war in der vergangenen Woche auf 9,75 Franken pro Aktie festgesetzt worden. Am ersten Handelstag am Dienstag startete er dann bei 12,40 Franken. Das entspricht laut einer Medienmitteilung der Börsenbetreiberin SIX Group einer Börsenkapitalisierung von 101 Millionen Franken. Der Kurs stieg dann weiter auf deutlich über 13 Franken, ein Anstieg von insgesamt fast 40 Prozent. stk

