Industrie legt kräftig zu

Zürich - Der von der Credit Suisse und procure.ch erhobene Einkaufsmanagerindex erreicht im November den höchsten Wert seit 2010. Positiv auf die Konjunktur wirken sich dabei die Frankenabwertung und die gute Auslandskonjunktur aus.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) ist im November gegenüber dem Oktober um 3,2 Punkte auf den historischen Höchststand von 65,1 Zählern geklettert. Ein derart hoher Wert sei zuletzt in der Hochphase 2010 bis 2011 erzielt worden, erläutern die Analysten im PMI. Sie führen den deutlichen Aufschwung auf die jüngste Abwertung des Franken in Verbindung mit einer robusten Auslandskonjunktur zurück. Davon profitiere die Schweizer Industrie, die ihre Wettbewerbsfähigkeit unter dem Druck von Krise und hohem Frankenkurs seit 2009 verbessert habe. Den Konjunkturexperten zufolge sollte diese Dynamik in Zukunft weiter an Stärke gewinnen. 

Auch die Subkomponente Auftragsbestand lasse „auf eine dynamische Industrieproduktion für die nächsten Monate hoffen“, heisst es im aktuellen PMI. Die entsprechende Subkomponente war im November gegenüber dem Vormonat um 5,6 auf 69,3 Punkte gestiegen. Die Subkomponente Produktion stieg um 7,1 Punkte und erreichte mit 67,7 Punkten ebenfalls ihren höchsten Stand seit 2010. Bei der Beschäftigung konnte dagegen nach wie vor nur eine verhaltene Aufwärtstendenz erkannt werden.

Der PMI im Dienstleistungssektor schloss im November um 0,7 Punkte höher als im Vormonat auf dem Stand von 61,5 Zählern. Der Dienstleistungsindex weise generell starke Schwankungen auf, deswegen dürfe „ein einzelner Monatswert nicht überinterpretiert werden“, heisst es im PMI. Generell sei jedoch auch im Dienstleistungssektor ein Aufwärtstrend zu erkennen. hs

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