Der Flughafen Zürich reagiert mit seiner Medienmitteilung auf den Vorschlag des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) zur Anpassung der Verordnung über die Flughafengebühren. Die Flughafen Zürich AG bezeichnet diesen Vorschlag als „unverständlich“. So sollen „anstatt bisher 30 Prozent neu 50 Prozent des ökonomischen Mehrwertes aus dem kommerziellen Bereich auf der Luftseite und anstatt bisher 30 Prozent neu 75 Prozent der Parkingerträge für eine Quersubventionierung (Transferzahlung) der Flughafengebühren abgeschöpft werden“. Der Flughafen befürchtet „in der nächsten Gebührenperiode um rund 25 Prozent oder über 150 Millionen Franken pro Jahr tiefer“ ausfallende aviatische Erträge. Deshalb möchte er sich „dezidiert gegen diesen nicht nachvollziehbaren Anpassungsvorschlag wehren“.
„Die Nutzniesser dieser Massnahmen sind primär die Fluggesellschaften, während die Passagiere nichts davon sehen und den Flughäfen erhebliche Mittel für wichtige Investitionen fehlen werden“, wird Stephan Widrig, CEO der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert. Der Flughafen weist darauf hin, dass er seit der Privatisierung 2000 durchschnittlich rund 1 Millionen Franken pro Arbeitstag in die Infrastruktur investiert habe. Zusätzlich habe die AG seit diesem Zeitpunkt jährlich 1 Milliarde Franken an Steuern und Dividenden an die öffentliche Hand ausgeschüttet.
„Würde allerdings der jetzt vorliegende Vorschlag des BAZL umgesetzt, hätte dies grosse Auswirkungen auf die langfristige Investitionskraft und damit auch auf die Qualität am Flughafen Zürich“, heisst es weiter in der Mitteilung. Künftige Investitionen würden in Frage gestellt, was dazu führen würde, dass Qualität und Wettbewerbsfähigkeit eventuell nicht auf höchstem Niveau gehalten werden könnten. Zudem wären die Voraussetzungen gefährdet, um auch künftig die steigende Nachfrage zu bedienen. „Beides ist wichtig, um die Erreichbarkeit und damit die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts hoch zu halten.“ jh

