Das Beratungsunternehmen KPMGortet bei der Bekämpfung der Geldwäscherei und anderer finanzieller Kriminalität in der Schweiz noch Lücken. So seien die aktuellen Risiko-, Kunden- und Transaktionsüberwachungsansätze für die heutigen Herausforderungen nicht ausreichend. Nur 12 Prozent der Finanzdelikte werden von den bestehenden Überwachungssystemen identifiziert.
Weiter orientieren sich Banken laut KPMG zu sehr an öffentlichen oder gekauften Datensätzen. Dies führe dazu, dass oftmals Medien oder Kunden Auslöser für die Aufdeckung von kriminellen Aktivitäten werden.
Der Ausbau der IT-Infrastruktur und des Personals erfolge zudem nicht auf der richtigen Art und Weise. Es werde zwar viel Geld in den internen Ausbau gesteckt. Zielführender wäre es laut KPMG aber, wenn das bestehende Personal auch von aussen gestärkt würde. Eine weitere Lösung sei die Nutzung der Künstlichen Intelligenz für die Aufdeckung von Finanzkriminalität.
Als wichtig erachtet KPMG weiter den Aufbau einer starken Compliance-Kultur und ein wirksames Sanktionssystem für Mitarbeitende, die gegen die Vorgaben verstossen. ssp

