(CONNECT) Schweizer Unternehmen gehen laut dem aktuellen CEO Outlook Survey zuversichtlich ins neue Jahr und verfolgen angesichts geo- und handelspolitischer Problemstellungen eine proaktive Strategie. Das sind Hauptergebnisse der Umfrage von EY-Parthenon, der Strategie- und Transaktionsberatung von EY in der Schweiz, die im Anschluss an die Reduktion der US-Zölle Ende 2025 bei 50 CEOs durchgeführt wurde. Im Vergleich zum internationalen Durchschnitt sieht in der Schweiz ein um 10 Prozent grösserer Anteil der Führungspersonen die globale Wirtschaftsentwicklung optimistisch. 94 Prozent erwarten mehr Umsatz und Produktivität, 86 Prozent mehr Profitabilität.
Investitionen werden weiterhin vorsichtig gehandhabt – aber falls sie für 2026 geplant sind, finden sie zu 92 Prozent im europäischen Markt statt. Zudem stehen Investitionen in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) auf Platz eins der Reaktionen auf die unsichere Gesamtlage. Zweitens führen die CEOs Optimierungen des geopolitischen Risikomanagements an und drittens Lokalisierungs- und Regionalisierungsmassnahmen. Dabei wird von einer Mehrheit betont, dass KI-Initiativen die Erwartungen übertroffen haben. Die Hälfte rechnet bereits 2026 damit, dass KI-Anwendungen zu einer Verringerung der Gesamtbeschäftigung führen.
Trotz der Unsicherheiten, heisst es, ist das Interesse der CEOs an Fusionen und Übernahmen seit der letzten Umfrage im September 2025 um 22 Prozent auf 62 Prozent gestiegen. Auch der Wunsch nach strategischen Partnerschaften unter anderem zur Schonung der eigenen Ressourcen ist mit 80 Prozent auf einem hohen Wert.
„Strategische Allianzen bekommen eine immer grössere Bedeutung. Viele Branchen sind derzeit von massiven technologischen Veränderungen geprägt. In dieser Situation bieten Allianzen die erforderliche Flexibilität und ermöglichen ein schnelles Handeln“, sagt Stefan Rösch-Rütsche, Country Managing Partner von EY in der Schweiz. ce/yvh

