(CONNECT) Der anhaltende Krieg der USA und Israels gegen den Iran zeigt deutliche geopolitische Folgen. Dies sagen laut einer Mitteilung die aktuellen Schifffahrtsdaten der Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet mit Schweizer Sitz in Urdorf aus.
Demnach ist das Verhältnis bei Buchungen und Stornierungen von Containertransporten bei Importen in der Region deutlich gekippt. Die Buchungen sind um 59 Prozent eingebrochen, während Stornierungen bereits gebuchter Frachten um 364 Prozent gestiegen sind. Im Einzelnen gingen die Buchungen von 25‘144 Standardcontainern (TEU, Twenty-foot Equivalent Units) auf 10‘382 TEU zurück. Die Stornierungen stiegen im gleichen Zeitraum vom 1. bis 3. März 2026 von 8010 auf 37‘193 TEU.
Bei Exporten sank das Sieben-Tage-Volumen von Mitte Februar zu Anfang März von 34‘790 TEU auf 19‘863 TEU Anfang März. Das entspricht einem Rückgang von über 40 Prozent. Bei den betroffenen Warengruppen handelt es sich um Maschinen und mechanische Anlagen, Fahrzeuge und Fahrzeugteile, Kunststoffe, Gummi, Papier und Holzprodukte, Lebensmittel wie Obst, Nüsse, Milchprodukte und Getreidezubereitungen sowie um Metalle und chemische Produkte, etwa Aluminium, Kupfer und organische Chemikalien.
„Wenn Stornierungen über mehrere Tage hinweg die Neubuchungen übersteigen, ist das ein klares Signal dafür, dass Unternehmen ihre Lieferketten kurzfristig neu kalibrieren“, wird Dirk Radetzki, Chief Regional Officer Central Europe bei Dun & Bradstreet, in der Mitteilung zitiert. „Für Risikomanagement- und Supply-Chain-Teams wird es deshalb immer wichtiger, Handelsdaten, Unternehmensinformationen und Risikokennzahlen zusammenzuführen, um Störungen frühzeitig zu erkennen.“ ce/ww

