Einkaufsmanager rechnen mit Wirtschaftswachstum

Zürich - Der von der Credit Suisse und procure.ch erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie ist im August auf einen Wert nahe seiner historischen Rekordstände gestiegen. Sein Pendant im Dienstleistungssektor gab zwar nach, liegt aber weiterhin gut im Wachstumsbereich.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie ist im August gegenüber dem Juli um 2,9 Punkte auf den Stand von 64,8 Zählern gestiegen. Er liege damit „nahe der Rekordstände der Jahreswende 2017/2018 sowie der Boomzeiten 2010 und 2006“, schreiben die Analysten im PMI. Sie sehen darin „ein klares Indiz dafür, dass die Schweizer Industrie trotz aller Schlagzeilen und Sorgen bezüglich Zoll- und Handelsstreitigkeiten und der jüngsten Franken-Aufwertung weiter mit hoher Schlagzahl unterwegs ist“. 

Der Aufwärtstrend des Index wird von fast allen Subkomponenten getragen. Dabei wies die Subkomponente Produktion mit einem Sprung um 9 Punkte auf den Stand von 70,8 Zählern die höchste Zunahme aus. Eine Steigerung bei der Subkomponenten Auftragsbestand deutet für die Analysten auf „eine dynamische Industrieproduktion in den nächsten Monaten“ hin. Die Lagerentwicklung ihrerseits signalisiere „eine rege Nachfrage“. 

Der PMI im Dienstleistungssektor gab nach einem deutlichen Anstieg im Juli im August um 5,7 Punkte nach. Sein aktueller Stand von 58,2 Zählern liegt aber weiterhin deutlich in der bei 50 Zählern beginnenden Wachstumszone. Zudem seien die monatlichen Veränderungen aufgrund genereller starker Schwankungen des Index für den Dienstleistungssektor mit Vorsicht zu interpretieren, raten die Analysten. Dass der Index seit zwei Jahren um die 60-Punkt-Marke schwankt, wird von ihnen hingegen als „Spiegelbild einer robusten Expansion“ ausgelegt. hs

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