Einkäufer sind weniger euphorisch

Zürich - Der von der Credit Suisse und procure.ch erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für Industrie und Dienstleistungssektor ist im März gegenüber dem Vormonat deutlich abgerutscht. Werte weit oberhalb der Wachstumsschwelle signalisieren dennoch nachhaltigen Aufschwung.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse erhobene PMI für die Industrie ist im März gegenüber dem Februar um 5,2 Punkte auf den Stand von 60,3 Zählern gesunken. Den Konjunkturforschern zufolge weist er damit den tiefsten Stand seit Juli 2017 aus. Die grössten Rückgänge wurden bei den Subkomponenten Produktion und Auftragsbestand verzeichnet. Allerdings weise der Indikator der Industrie im Frühjahr regelmässig „Ausreisser nach unten“ auf, heisst es im aktuellen PMI. „Der einzelne Monatswert sollte daher nicht überinterpretiert werden.“ 

Da der Index weiterhin deutlich in der Wachstumszone oberhalb der 50-Punkte-Grenze liegt, gehen die Forscher ungeachtet des temporären Rückgangs von einem soliden Wirtschaftswachstum in diesem Jahr aus. Konkret prognostizieren die Konjunkturforscher ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent in diesem Jahr. Bei ihren Prognosen stützen sich die Konjunkturforscher darauf, dass alle abgerutschten Subindizes in der Wachstumszone verblieben sind. Die Subkomponente Beschäftigung kletterte zudem im März auf 60,2 Zähler und erreichte somit ihren höchsten Stand seit Februar 2011. 

Auch der generell starken Schwankungen unterliegende PMI des Dienstleistungssektors gab im März gegenüber dem Februar nach. Er rutschte um 6,1 Punkte auf den Stand von 56,8 Zählern ab. Unter den einzelnen Subkomponenten verzeichneten dabei fast alle Indikatoren einen Rückgang. Lediglich bei den beiden Preiskomponenten wurde ein Anstieg registriert. Dabei zogen die Einkaufspreise stärker an als die Verkaufspreise. hs

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