Der digitale Gesundheitsmarkt weist global hohe Wachstumsraten auf und spielt auch für die Schweiz eine Rolle. Hier bildet die Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) einen wichtigen Baustein, schreibt die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in einer Mitteilung. Ihr Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie (WIG) hat die relevanten Entwicklungen in der Studie „Digital Health - Die Zukunft des Schweizer Gesundheitswesens“ unter die Lupe genommen.
Den Ergebnissen zufolge handelt es sich beim digitalen Gesundheitswesen weder um eine „totale Revolution“ noch um eine kurzfristige Modeerscheinung. Die befragten Experten halten es jedoch nicht für wahrscheinlich, „dass die Schweizer Start-up-Szene im Bereich Digital Health zum europäischen Silicon Valley wird“, heisst es in der Mitteilung. Das EPD sollte dagegen in den nächsten Jahren zunehmend wichtiger werden. Insbesondere rechnen die Forscher damit, dass Krankenversicherer die Freigabe von Gesundheitsdaten mit finanziellen Gegenleistungen honorieren.
Auch der Bereich der Datensicherheit kommt in der Studie nicht zu kurz. Hier warnen die Experten vor einem möglichen Daten-GAU in den Systemen des Schweizer Gesundheitswesens und zeigen den entsprechenden Handlungsbedarf auf. Ein Ordnungsmodell soll auch Nichtexperten einen Überblick über das komplexe Themengebiet Digital Health verschaffen. hs

