Die Credit Suisse hat im Rahmen einer Studie mehr als 1000 börsenkotierte Familienunternehmen aus Europa, Asien und den USA untersucht. Dabei hat sie ihre Ergebnisse aus den vergangenen zehn Jahren analysiert und mit jenen einer Kontrollgruppe bestehend aus 7000 nicht-familiengeführten Unternehmen verglichen.
Die Ergebnisse zeigen, dass Familienunternehmen profitabler arbeiten, schreibt Credit Suisse in einer Medienmitteilung. Ihre Aktien hängen daher langfristig den breiten Markt ab. Familienunternehmen erzielen laut der Studie insgesamt ein höheres Umsatzwachstum und eine niedrigere Verschuldung. Dabei bleibe bei Familienfirmen unter dem Strich auch mehr vom Umsatz als Gewinn übrig. Zudem seien die Renditen im operativen Geschäft höher.
An der Börse sind Familienunternehmen laut der Credit Suisse vorsichtiger. Dank dessen können sie sich von kurzfristigem und an Quartalszahlen ausgerichtetem Denken der Börse lösen. Insgesamt seien Familienunternehmen „langfristiger ausgerichtet, hängen weniger stark von Fremdfinanzierung ab und investieren mehr in Forschung und Entwicklung“, wird Studienautor Eugène Klerk zitiert.
Familienunternehmen haben laut der Studie in allen Branchen und Regionen besser abgeschnitten als vergleichbare andere Firmen. Die Familienfirmen mit der besten Geschäftsentwicklung kommen den Angaben zufolge aus Deutschland, Italien, China und Indien. ssp

