Einer Mitteilung der Credit Suisse zur aktuellen Ausgabe des „Monitor Schweiz“ zufolge kann sich die Schweizer Wirtschaft der globalen Industrieschwäche nicht entziehen. Die Analysten der Zürcher Grossbank revidieren daher ihre Prognose für das Schweizer Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von bisher 1,5 Prozent auf 1,1 Prozent nach unten. Für das kommende Jahr gehen sie neu von 1,4 Prozent Wachstum aus. Im letzten „Monitor Schweiz“ waren hier noch 1,8 Prozent Wirtschaftswachstum antizipiert worden.
Ein Abgleiten in einer Rezession zeichne sich jedoch nicht ab, „da der Konsum robust bleibt und die tiefen Zinsen die Bauinvestitionen weiter antreiben“, schreiben die Analysten in der Mitteilung. Konkret gehen sie von einem inländischen Konsumwachstum von jeweils rund 1 Prozent in diesem und im kommenden Jahr aus.
Die Schweizer Exportindustrie werde zudem „vom nach wie vor soliden globalen Konsumwachstum profitieren“, schätzt die Credit Suisse. Ihre Analysten gehen zwar von einer Verlangsamung des Schweizer Exportwachstums insgesamt aus. „Ein eigentlicher Einbruch des Exportvolumens“ sei derzeit aber „nicht zu befürchten“. Den Bauinvestitionen sagen die Analysten nach einer kurzzeitigen Wachstumsschwäche in diesem Jahr einen Anstieg um 1,2 Prozent im nächsten Jahr voraus.
„Eine ausgewachsene Rezession, die auch den Dienstleistungssektor erfasst, ist daher trotz der Schwäche in zahlreichen Industriebranchen wenig wahrscheinlich“, wird Oliver Adler, Chefökonom Schweiz der Credit Suisse, in der Mitteilung zitiert. hs

