Coop stellt auf nachhaltige Milch um

Basel - Die Detailhändlerin Coop hat ein neues Milchprogramm lanciert. Damit sollen nachhaltige Produktion und das Tierwohl gesteigert werden. In der Deutschschweiz ist die Umstellung bereits vollzogen, weitere Regionen werden folgen.

Für das Milchprogramm hat Coop die Mindestanforderungen für konventionelle Milch erhöht, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Dabei orientiert sich Coop an drei Programmen des Bundes. So müssen Lieferanten konventioneller Milch erstens das Programm RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien) erfüllen. Zweitens müssen sie sich entweder an dem Programm BTS (Besonders Tierfreundliche Stallhaltungssysteme) oder dem Programm GMF (Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion) beteiligen.

Die neuen Standards gelten seit Montag in der Deutschschweiz bereits für das gesamte Qualité&Prix-Past-Milch-Angebot von Coop. In der Romandie und im Tessin wird die Umstellung ebenfalls erfolgen. Zudem sollen die Standards in der Zukunft auch auf weitere Produkte des Coop-Sortiments wie Rahm oder Butter ausgedehnt werden.

Das Programm soll nicht nur das Tierwohl steigern, sondern auch den Landwirten zu einem höheren Einkommen verhelfen. Coop wird den Teilnehmern am Milchprogramm 4 Rappen mehr pro Kilogramm Milch zahlen als bislang. Wenn sie an allen drei Bundesprogrammen teilnehmen, erhalten sie sogar 6 Rappen mehr. Coop erhöht seinerseits den Verkaufspreis für die betreffende Milch um 5 Rappen pro Kilogramm, gibt diese zusätzlichen Einnahmen aber vollständig an die Landwirte weiter, wie es in der Mitteilung heisst. jh 

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