Bucher bekennt sich zum Standort

Kloten ZH - Bucher Industries will an seinem Hauptsitz in Kloten festhalten, solange die Rahmenbedingungen stimmen, sagt CEO Jacques Sanche in einem Interview. Er sieht sein Unternehmen angesichts der globalen Trends gut aufgestellt.

Bucher Industries stellt unter anderem Landmaschinen und Kommunalfahrzeuge her. Für beides sieht Konzernchef Jacques Sanche einen wachsenden Bedarf. In den nächsten 50 Jahren müssten für die wachsende Bevölkerung so viele Nahrungsmittel hergestellt werden wie in den vergangenen 10.000 Jahren. „Bucher liefert dazu die Landmaschinen“, sagt Sanche in einem Interview mit der „Handelszeitung“. Auch die zunehmende Urbanisierung komme Bucher zugute. „Für die wachsenden Städte produziert Bucher Kehr- und Kanalreinigungsfahrzeuge.“ Ähnliches gilt für andere Produkte. 

Allerdings ist Bucher stark von externen Einflüssen wie etwa dem Wetter oder politischen Entscheidungen abhängig. Bucher habe deshalb 22 strategische Projekte definiert, um das Unternehmen voranzubringen. So investiert es in Russland, einem grossen und wichtigen Markt für Kommunal- und Landmaschinen. Bei den Landmaschinen setzt Bucher vor allem auf Länder, denen noch die Mechanisierung der Landwirtschaft bevorsteht, etwa China, Indien und Länder in Südostasien.

In der Schweiz sind weiterhin 8 Prozent der Belegschaft mit insgesamt rund 12.000 Mitarbeitern tätig, am Hauptsitz in Kloten 30 Beschäftigte. „Wir haben derzeit keine Veranlassung, diesen Standort zu hinterfragen“, sagt Sanche. „Solange die Rahmenbedingungen passen, halten wir daran fest.“ Aber nichts sei sakrosankt. stk

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