Bildungspolitik sollte Automatisierung berücksichtigen

Zürich - Beim Einsatz von Robotertechnik und künstlicher Intelligenz sind Unternehmen weiter als die Politik, stellt eine Studie von ABB und „The Economist“ fest. Ihr zufolge müssen auch gut auf die Automatisierung vorbereitete Länder ihr Aus- und Weiterbildungskonzept anpassen.

Beim vom Zürcher Technologiekonzern ABB in Zusammenarbeit mit „The Economist“ erstellten „Automation Readiness Index (ARI)“ belegen Südkorea, Deutschland und Singapur die Spitzenplätze. Diese drei Länder seien am besten „bei der Vorbereitung ihrer Wirtschaft auf die reibungslose Integration der smarten Automation“ aufgestellt, schreibt ABB in der Mitteilung zur Studie. Ihr zufolge müssten „jedoch selbst die am besten vorbereiteten Länder eine effizientere Bildungspolitik und Ausbildungsprogramme entwickeln und ihr Augenmerk verstärkt auf die kontinuierliche Weiterbildung richten“. 

Für den ARI wurde der Stand des Einsatzes von Robotertechnik und Künstlicher Intelligenz in 25 Ländern untersucht. Hinter dem Siegertrio belegen Japan, Kanada, Estland, Frankreich, Grossbritannien, die Vereinigten Staaten und Australien die ersten zehn Plätze der Rangliste. 

Die Schweiz wird im ARI nicht untersucht. Die Studie zeige aber „deutlich das Erfolgsmuster für die Zukunft auf“, wird ABB-CEO Ulrich Spiesshofer in der Mitteilung zitiert. Die Empfehlungen des ARI sollten auch hierzulande genutzt werden. „Das Innovationstempo ist so hoch, und die Arbeitswelt verändert sich so schnell, dass heute jeder Zugang zu lebenslangem Lernen haben muss“, fordert Spiesshofer weiter. „Das menschliche Potenzial auf verantwortliche Weise durch Technologie zu unterstützen, und gleichzeitig für Aus- und Weiterbildung zu sorgen, ist eine Chance für Wohlstand und Wachstum.“  hs

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