Zwischen 2007 und 2017 sei der Beitrag des Finanzsektors am Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) von über 11 auf 9 Prozent zurückgegangen, schreibt die Credit Suisse in der Mitteilung zur jüngsten Ausgabe ihrer Studie „Finanzplatz Schweiz“. Die von den Banken ergriffenen Massnahmen und das bessere Marktumfeld führten den Bankensektor nun jedoch „auf einen moderaten Wachstumspfad“ zurück, heisst es dort weiter. Konkret rechnet die Credit Suisse damit, dass sich das auf dem Finanzplatz Schweiz verwaltete Vermögen bis 2021 von derzeit etwa 2,7 auf rund 3,1 Billionen Franken vergrössern wird.
„Für den Schweizer Finanzplatz ist es entscheidend, sich als führendes Zentrum für die weltweite Verwaltung privater Vermögen und für Asset Management zu behaupten“, wird Urs Rohner, Präsident des Verwaltungsrats der Credit Suisse Group, in der Mitteilung zitiert. In der Studie werden dafür „Handlungsempfehlungen für die Akteure“ aus vier als zentral erkannten regulatorischen Bereichen gegeben.
Dabei schlägt die Credit Suisse hinsichtlich des Regulierungsprozesses an sich eine „engere Einbindung des Bundesrates in die Positionierung der Schweizer Vertretung bei internationalen Standardsetzungsgremien“ vor. Für den Marktzugang werden „Regulierungen, die im Effekt mit jenen der EU gleichwertig sind“ gefordert. Bilaterale Übereinkünfte, „insbesondere auch mit Grossbritannien“, sollen darüber hinaus den Zugang „zu zentralen Kernmärkten“ sichern.
Im Bereich nachhaltige Finanzierung rät die Credit Suisse von „schweizerischen Sonderlösungen“ ab. Bei der Digitalisierung schliesslich soll ein enger Dialog der betroffenen Akteure „eine rasche und adäquate Reaktion auf Veränderungen des technischen und wirtschaftlichen Umfelds“ sicherstellen. hs

