(CONNECT) Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) untersucht reale Cyberangriffe, um die Widerstandskraft in der Schweiz auf diesem Gebiet zu stärken. Mit dem Projekt „Understanding the Decision-Making of Experienced Incident Responders during Critical Cyberattacks on Swiss Organizations” der ZHAW School of Management and Law soll die Entscheidungsfindung verbessert werden, heisst es in einer Mitteilung.
„Cyberangriffe stellen weltweit eine wachsende Bedrohung für Organisationen dar“, wird Nico Ebert, Projektleiter an der ZHAW, in der Mitteilung zitiert. „Dennoch verstehen wir bislang nur unzureichend, wie Organisationen in solchen Situationen tatsächlich Entscheidungen treffen und auf Angriffe reagieren.“
Das Projekt nutzt eine Entscheidungsfindung, wie sie bislang von Hochrisikobereichen wie Feuerwehr oder Notfallmedizin bekannt ist. Auftretende reale Cyberangriffe wurden analysiert und mit Fachpartnern erörtert. Zu ihnen gehören das International Forum of Incident Response and Security Teams (FIRST), das Healthcare Cyber Security Center (Verein mit 22 Spitälern als Mitglieder), das Financial Services Cyber Security Center (Verein mit 170 Finanzinstituten als Mitglieder), ein Netzwerk von Chief Information Security Officers sowie das Netzwerk Digitale Kriminalitätsbekämpfung (NEDIK) der kantonalen Polizeikorps.
Mit der Auswertung aller zusammengetragenen Informationen soll die Resilienz der Schweiz gegenüber Cyberangriffen gestärkt werden. Das Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützt. ce/ww

