UBS attestiert Zürich grösste Immobilienblase

Zürich - Das Risiko einer Immobilienblase ist weltweit in Zürich am grössten. Das zeigt der aktuelle globale UBS-Index. Das Wachstum der Immobilienpreise hat sich in den vergangenen vier Quartalen nochmals beschleunigt. Auch in Genf wachsen die Risiken. In Tokio und Miami sinken sie dagegen wieder.

(CONNECT) Die UBS hat am 22. September ihren UBS Global Real Estate Bubble Index 2026 vorgelegt. Danach sind unter den von ihr analysierten Städten nur noch Zürich und Tokio in der Kategorie mit dem höchsten Indexwert vertreten. Miami ist aus dieser Kategorie herausgefallen und gehört nun der Kategorie erhöhtes Risiko an.

Zürich erreicht einen Wert von 1,69 und weist damit das höchste Risiko einer Immobilienblase auf. Sie hat unter den analysierten Städten in den vergangenen 20 Jahren weltweit das höchste Wachstum der Immobilienpreise erlebt. In den vergangenen vier Quartalen hat das Wachstum im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren erneut zugelegt und lag wieder deutlich über 4 Prozent.

Die UBS-Analysten machen unter anderem die hohe Standortattraktivität und den Zuzug ausländischer Fachkräfte für die wachsenden Preise in Zürich verantwortlich. Sie verweisen aber auch auf die günstigen Finanzierungskosten dank niedriger Zinsen. Diese führten dazu, dass die Immobilienpreise schneller stiegen als die Mieten.

Tokio dagegen verzeichnet einen Rückgang des Risikos einer Immobilienblase. Dazu trüge die verschlechterte Erschwinglichkeit von Wohnraum, die Abwanderung in die Vororte und ein Anstieg der Finanzierungskosten bei.

Zu den Städten mit erhöhtem Risiko gehören auch Dubai, Seoul, Genf und Lissabon. Dort ist das Risiko in den vergangenen vier Quartalen auch weiter gestiegen. In Städten wie Vancouver, Toronto, Frankfurt und München ist das Risiko einer Blase dagegen wieder gesunken. In London sinken die Immobilienpreise inflationsbereinigt, während die Mieten wegen des Wohnungsmangels hoch blieben.

„Erhöhte und teilweise wieder steigende Finanzierungskosten begrenzen das Potenzial für Preisanstiege zumindest kurzfristig“, wird Matthias Holzhey, Hauptautor der Studie und Ökonom im Chief Investment Office von UBS Global Wealth Management, in der Mitteilung zitiert. ce/ug

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