U-blox stellt neues GNSS-Modul zur Zeitsynchronisation vor

Thalwil ZH - U-blox hat mit dem ZED-X20T ein neues Modul zur Zeitsynchronisation entwickelt. Es soll Kommunikationsnetze, Rechenzentren und Stromnetze zuverlässig synchronisieren und weniger anfällig für Störungen und Angriffe sein. Erste Entwicklungsmuster sind für Dezember 2026 geplant.

(CONNECT) Die auf Positionierungs- und Kommunikationstechnologien spezialisierte u-blox mit Hauptsitz in Thalwil erweitert ihr Angebot um das auf ihrer X20-Technologieplattform basierende ZED-X20T. Das neue Modul nutzt globale Navigationssatellitensysteme (GNSS), um eine hochpräzise zeitliche Abstimmung in kritischen Infrastrukturen zu ermöglichen. Es richtet sich an Hersteller von Geräten für Mobilfunknetze und Rechenzentren sowie für die Überwachung von Stromnetzen.

Das ZED-X20T erreicht gemäss einer Mitteilung bei freier Sicht zum Himmel eine Zeitgenauigkeit von besser als 2,5 Nanosekunden. Mit Korrekturdaten des Galileo High Accuracy Service (HAS), dem Präzisionsdienst des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo, soll diese auf besser als 2,0 Nanosekunden steigen. Die Korrekturdaten werden direkt über Satellit empfangen, ohne Internetverbindung oder kostenpflichtiges Abonnement.

Das Modul nutzt die vier GNSS-Frequenzbänder L1, L2, L5 und L6. Zusätzliche Sicherheitsfunktionen sollen Störungen und verdächtige Signale erkennen und deren Auswirkungen begrenzen. „Da Kommunikations- und Energieinfrastrukturen zunehmend dezentral organisiert sind, wird eine vertrauenswürdige Synchronisation für die Aufrechterhaltung der Dienste immer wichtiger“, so Samuli Pietilä, Director Product Management, Timing and Infrastructure GNSS. Die gleichen Abmessungen und Anschlüsse wie beim ZED-F9T erleichtern Herstellern bei Bedarf die Umstellung.

U-blox wird das ZED-X20T vom 2. bis 5. November am International Timing and Sync Forum (ITSF) in Genf präsentieren. Erste Muster sind für Dezember 2026 angekündigt. ce/as

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