(CONNECT) Die Fluglinie Swiss hat ihre Finanzzahlen für das erste Halbjahr 2026 bekanntgegeben. Laut einer Mitteilung verzeichnete Swiss operative Erträge in Höhe von 2,77 Milliarden Schweizer Franken, was einem Anstieg von 3,2 Prozent verglichen mit dem Vorjahreswert entspricht. Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) fiel um 3,0 Prozent auf 189,3 Millionen Franken.
Hintergrund für den gestiegenen Gesamtumsatz sind laut Fluglinie eine stärkere Nachfrage sowie höhere Durchschnittserlöse. So beförderte Swiss im ersten Halbjahr rund 8,5 Millionen Passagiere (+0,6 Prozent zum Vorjahreswert). Ausserdem stiegen die verkauften Sitzkilometer um 1,9 Prozent; der Siztladefaktor verbesserte sich um 2,2 Prozentpunkte.
Die stärkste Belastung blieben allerdings hohe Kosten durch Spritpreise. Laut Dennis Weber, CFO von Swiss, belief sich der Anstieg der Treibstoffkosten in den Monaten April bis Juni auf rund 50 Prozent, wodurch Treibstoff die grösste einzelne Kostenposition darstellt. Im Zuge des Preisanstiegs ergriff die Fluglinie Spar- und Effizienzmassnahmen. „Die Entwicklung der Treibstoffpreise können wir nicht beeinflussen. Umso wichtiger ist es, dass wir überall dort konsequent auf unsere Kosten achten, wo wir nicht allein Marktentwicklungen ausgesetzt sind", wird Weber in der Mitteilung zitiert.
Trotz des anspruchsvollen Umfelds konnte Swiss im ersten Halbjahr ihre operative Leistung auf Vorjahresniveau halten. Die Pünktlichkeit lag mit 72,4 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres, während die Stabilität des Flugbetriebs mit 96,7 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert von 97,3 Prozent lag.
Für den weiteren Jahresverlauf rechnet Swiss damit, dass die eingeleiteten Spar- und Effizienzmassnahmen ihre Wirkung weiter entfalten werden. Angesichts anhaltend hoher Treibstoffkosten und geopolitischer Unsicherheiten will die Fluglinie ihre Kostendisziplin beibehalten und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Verbesserung der Profitabilität ab 2027 schaffen. ce/ja

