(CONNECT) Die Stadler Rail AG hat an der InnoTrans 2026 in Berlin gemeinsam mit drei süditalienischen Verkehrsunternehmen den weltweit ersten Schmalspur-Wasserstoffzug präsentiert. Laut einer Mitteilung fertigt Stadler insgesamt 21 Wasserstoffzüge für den Regional- und Nachverkehr in Süditalien. Davon zehn für die sardische Azienda Regionale Sarda Trasporti (ARST), neun für die Ferrovie della Calabria (FdC) sowie zwei für die sizilianische Ferrovia Circumetnea (FCE). Die Züge werden am Hauptsitz von Stadler in Bussnang hergestellt und werden bald klimaneutral in Italien unterwegs sein.
Laut Stadler wird jeder Zug in Zusammenarbeit mit dem italienischen Verkehrsministerium und den jeweiligen Verkehrsunternehmen gezielt an die Anforderungen der jeweiligen Strecken angepasst. Ermöglicht wird dies durch eine modulare Lösung.
„Alle Züge basieren auf derselben technologischen Plattform und vereinen ein kompaktes Profil, leichte Bauweise und ein innovatives Wasserstoffantriebssystem“, ergänzt Maurizio Oberti, Verkaufsleiter Italien bei Stadler, in der Mitteilung. „Dies gewährleistet hohe Standards in Bezug auf Leistung, Innovation, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit.“
Die Züge sind mit einem Antriebssystem mit Wasserstoff-Brennstoffzellen im Mittelwagen sowie Batterien ausgestattet. „Die aus dem Wasserstoff produzierte Energie lädt die Batterien auf“, so Stadler. Dies ermöglicht einen zuverlässigen Betrieb auf nicht-elektrifizierten Strecken und reduziert gleichzeitig die CO2-Emissionen. So können zehn Wasserstoffzüge im Vergleich zu Dieselfahrzeugen jährlich bis zu 2100 Tonnen CO2 einsparen. Die Züge werden zudem mit nachhaltigem Wasserstoff aus Sonnenenergie betankt. ce/nta

