(CONNECT) Das Zürcher Raumfahrttechnikunternehmen Sirin Orbital Systems hat SoftBank seine Hochfrequenz-Sendertechnolgie für die drahtlose Energieübertragung demonstriert. Wie es in einer Mitteilung von Sirin heisst, betreibt das japanische Telekommunikationsunternehmen und Netzbetreiber selbst Forschung und Entwicklung in diesem Bereich, einschliesslich der drahtlosen Energieübertragung mit höheren Frequenzen und deren Integration in drahtlose Kommunikationssysteme. Im Anschluss an diese Präsentation tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter von SoftBank den Angaben zufolge mit den Mitarbeitenden von Sirin über technische Aspekte der Energieübertragung im Millimeterbereich aus.
Der Ansatz von Sirin zielt Unternehmensangaben zufolge darauf ab, eine kosteneffiziente Alternative zu herkömmlichen Multielement-Beamforming-Architekturen zu bieten. Dabei sollen die Grösse der Komponenten und die Komplexität des Beamformings, also der Bildung und Ausrichtung eines elektromagnetischen Strahls, reduziert werden. Gleichzeitig strebt Sirin die Entwicklung einer praktischen Lösung an, um wiederholbare Fertigungsprozesse für Produkte zur drahtlosen Energieübertragung im Weltraum und auf der Erde zu ermöglichen.
Dabei fasst Sirin etwa die Energieübertragung (Space Power Beaming) von Satellit zu Satellit ins Auge, beispielsweise zur Versorgung von Objekten im Orbit mit hohem Energiebedarf wie etwa weltraumgestützte Rechenzentren. Auch die drahtlose Energieversorgung von Sensoren, Aktoren und Robotersystemen, die im Weltraum eingesetzt werden, wäre damit ebenso denkbar wie die Versorgung von Rovern für Erkundungsmissionen in Regionen, wo eine direkte Versorgung mit Solarstrom nur schwer möglich ist.
Für terrestrische Anwendungen sieht Sirin den Einsatz der drahtlosen Energieübertragung im Millimeterbereich für Inspektions- und Überwachungsdrohnen vor. Dies könnte die Betriebszeit von Drohnen über die Kapazität der Bordbatterien hinaus verlängern und damit eine länger andauernde Inspektion und Überwachung kritischer Infrastrukturen wie Energieanlagen ermöglichen. ce/mm

