(CONNECT) Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Kantone auf dem Weltmarkt ist sehr unterschiedlich. Das zeigt laut einer Mitteilung die aktuelle Ausgabe von „Zürcher Wirtschaft im Fokus“ des Economic Research der Zürcher Kantonalbank (ZKB).
Die Wettbewerbsfähigkeit ist geprägt von den jeweils vorherrschenden Zielmärkten. Generell gehen Schweizer Warenexporte nur in wenige Märkte und Währungszonen. Insgesamt 48 Prozent der Warenexporte gehen in die Eurozone, 20 Prozent in die USA, 5 Prozent nach China, je 3 Prozent nach Grossbritannien und Japan sowie 1 Prozent nach Hongkong.
Die Exporte vieler Kantone sind oft noch stärker auf einzelne Märkte konzentriert. So gehen 80 Prozent der Urner Exporte in die Eurozone, 39 Prozent der Nidwaldner Exporte in die USA. Schwyz sendet 14 Prozent seiner Exporte nach China, der Jura 10 Prozent nach Grossbritannien und 6 Prozent nach Japan. Genf steht bei den Exporten nach Hongkong mit 7 Prozent an der Spitze.
Das prägt die preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Der Euro hat in den vergangenen zehn Jahren inflationsbereinigt aufgewertet. Entsprechend hat sich die Wettbewerbsfähigkeit von Kantonen wie Uri und Thurgau verbessert, deren Exporte auf die Eurozone ausgerichtet sind. Dagegen haben der Dollar und an den Dollar ausgerichtete Währungen etwa in Asien an Wert verloren. Daher haben Kantone mit entsprechender Exportausrichtung wie Genf, Schwyz und Schaffhausen an preislicher Wettbewerbsfähigkeit verloren.
Die Studie untersucht auch die ausländische Zuwanderung in die Schweizer Grossregionen. Danach ist die Zuwanderung aus der EU und der Europäischen Freihandelszone (EFTA) in Zürich mit 74 Prozent besonders stark auf den Arbeitsmarkt ausgerichtet. Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung liegt in Zürich aber mit 28 Prozent nur leicht über dem Schweizer Durchschnitt von 27 Prozent. Am höchsten ist er im Kanton Basel-Stadt mit 40 Prozent, gefolgt von Genf mit 37 Prozent und der Waadt mit 34 Prozent. In Innerrhoden liegt der Anteil mit 12 Prozent am tiefsten. ce/ug

