Schweizer Führungskräfte geben Nachhaltigkeit oberste Priorität

Zürich - Schweizer Führungskräfte räumen Nachhaltigkeit und Klimawandel im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt einen etwas höheren Stellenwert ein. So geben 69 Prozent im C-Suite-Nachhaltigkeitsbericht von Deloitte an, dass sie Nachhaltigkeit in ihrer gesamten Firma verankern. Weltweit sind es 65 Prozent.

(CONNECT) In der Schweiz stehen Nachhaltigkeit und Klimawandel für die Geschäftsleitungen an erster Stelle. Weltweit zählen sie zu den drei wichtigsten Prioritäten, neben Herausforderungen im Zusammenhang mit Fachkräften und einem sich wandelnden regulatorischen Umfeld. Das geht aus dem C-Suite-Nachhaltigkeitsbericht 2026 von Deloitte hervor. Dafür hat das Prüfungs- und Beratungsunternehmen im fünften Jahr in Folge mehr als 2100 Führungskräfte in 29 Ländern befragt, darunter 74 in der Schweiz.

Demnach ist Nachhaltigkeit ist für Unternehmen vom Anspruch zur operativen Aufgabe geworden. Die befragten Führungskräfte setzten branchen- und regionenübergreifend klarere Schwerpunkte und sähen Technologie als wichtigen Hebel für die Umsetzung. Viele berichteten, dass ihre Nachhaltigkeitsinitiativen den Umsatz steigern, Kosten senken sowie Risikomanagement, Resilienz, Marke, Reputation, Compliance und Governance stärkten. Nun liegt der Fokus Deloittes Angaben zufolge stärker darauf, Zusagen in konkrete Massnahmen umzusetzen.

In der Schweiz gaben 83 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass sie ihre Investitionen in Nachhaltigkeit erhöht haben. Weltweit sind es 78 Prozent. 80 Prozent der Befragten aus der Schweiz stellten fest, dass sich ihre wichtigsten diesbezüglichen Massnahmen positiv auf die Umsatzgenerierung auswirken. Weltweit sind es mit 78 Prozent nur unwesentlich weniger. Mit einem Unterschied von 4 Prozent fällt die Differenz bei jenen Führungskräften etwas höher aus, die ihr Geschäftsmodell verändern oder Nachhaltigkeit in ihrer gesamten Organisation verankern: In der Schweiz sind es 69 Prozent gegenüber weltweit 65 Prozent.

83 Prozent der Befragten gehen sowohl in der Schweiz als auch weltweit davon aus, dass ihnen ihre eigenen Nachhaltigkeitsinitiativen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Als physisches Risiko Nummer eins im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit identifizieren sie alle Schäden an Gebäuden und Infrastruktur.

„Zwei von drei Schweizer Führungskräften erwarten, dass der Klimawandel ihre Strategie verändern wird“, so Liza Engel, die Nachhaltigkeitschefin von Deloitte Schweiz, über die Erkenntnisse aus der nationalen Gruppe der Befragten. „Doch nur eine von vier überdenkt ihr Geschäftsmodell. Schweizer Unternehmen haben einen Vorsprung. Wer jetzt handelt, kann den Wandel in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln.“ ce/mm

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