(CONNECT) Die Schweiz bleibt trotz eines Rückgangs im Fortschrittsindex unter den weltweiten Spitzenreitern. Sie fiel im Vergleich zum Vorjahr um vier Plätze auf Rang 8 zurück. Ihre Punktzahl sank um 2,9 Punkte auf 43,7, während der globale Durchschnitt um 2,0 Punkte zulegte. Diese Daten gehen aus dem Allianz Green Transition Tracker 2026 hervor. Die Allianz ist mit der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG in Wallisellen ansässig.
Der Tracker bewertet 65 Volkswirtschaften, die für 81 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, anhand von fünf Indikatoren: Kohlenstoff- und Energieintensität, verbrauchs- und flächenbezogene Pro-Kopf-Emissionen sowie Anteil kohlenstoffarmer Energien am Strommix. Sein Fortschrittsindex misst, wie weit jedes Land seit 2015 auf dem Weg zu seinem Netto-Null-Ziel für 2050 schon gekommen ist. Diesen Angaben zufolge hat die Schweiz bereits mehr als zwei Fünftel zurückgelegt.
Mit einem Anteil von 97,7 Prozent im Jahr 2025 (nach 98,1 Prozent im Vorjahr) ist die Schweizer Stromerzeugung bereits nahezu vollständig CO2-arm. Entsprechend fällt selbst eine geringe Verschlechterung im Fortschrittsindex stark ins Gewicht (-21,9 Punkte bei diesem Indikator). Dies bedeutet jedoch noch keine Trendwende.
In anderen Bereichen setzt sich der positive Trend fort: Der Anteil von Elektrofahrzeugen an den Neuwagenverkäufen stieg von 28 auf 34 Prozent, die gesamten Emissionen blieben stabil und die verbrauchsbezogenen Pro-Kopf-Emissionen gingen zurück. Das sind „ermutigende Signale“, wird Katharina Utermöhl, Head of Thematic and Policy Research bei Allianz Research, zitiert. „Entscheidend wird sein, den Vorsprung bei sauberem Strom zu sichern und gleichzeitig die Emissionen weiter zu senken.“
Die Schweiz liegt vor Litauen (Platz 9), Finnland (10), den Niederlanden (11) und Deutschland (12), aber hinter Luxemburg, Dänemark, Estland, Portugal, Irland, Norwegen und Grossbritannien (Plätze 1 bis 7). Die USA liegen auf Platz 41. Dahinter folgen China (43) und Indien (45) sowie die Golfstaaten am Ende der Rangliste.
Erneuerbare Energien sind laut den Allianz-Daten erstmals die grösste Stromquelle, die CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen könnten bereits 2026 sinken. Für das Erreichen der globalen Klimaziele reicht das jedoch noch nicht aus. Bei dem jetzigen Fortschritt wird die Netto-Null erst im Jahr 2064 erreicht werden – 14 Jahre später als geplant. ce/mm

