Nüsslis INTERIM wird weiterhin in Kassel genutzt

Hüttwilen TG/Kassel - Die von Nüssli im Auftrag der Stadt Kassel erbaute Interimsspielstätte wird auch in der neuen Spielzeit 2026/27 weiterhin in Kassel genutzt. Am 19. September 2026 wird die neue Saison im INTERIM mit „Der fliegende Holländer“ gestartet.

(CONNECT) Wegen der umfänglichen Sanierung des Grossen Hauses des Staatstheaters Kassel hatten das Land Hessen und die Stadt Kassel im Juli 2024 den in Hüttwilen ansässigen Veranstaltungs- und Baudienstleister Nüssli beauftragt, eine Interimsspielstätte für das Theater zu errichten. Das sogenannte INTERIM hat nun eine erfolgreiche Spielzeit 2025/26 absolviert, heisst es in einer Mitteilung. Die letzte Aufführung von „Aida" Ende Juni ist aber nicht das Ende des INTERIM, da dieses auch in der neuen Spielzeit genutzt wird.

Das temporäre Theater wurde von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG als Bauherrin betreut. Nüssli konnte sich in einem europaweiten Ausschreibeverfahren als Totalübernehmer durchsetzen. Das Thurgauer Unternehmen zeichnete für Planung, Bauausführung, Bühnentechnik, Akustik und technische Gebäudeausstattung gesamtverantwortlich. „Das Projekt war ein Rennen gegen die Zeit – aber eines, das wir gemeinsam gewonnen haben: dank klarer Kommunikation, Vertrauen und einer lösungsorientierten Zusammenarbeit zwischen Stadt, GWG, Nüssli und Staatstheater“, wird Stefan Sekiguchi, COO Special Projects der Nüssli Gruppe, in der Mitteilung zitiert.

Das Gebäude basiert auf einer Modulbauweise aus Stahlfachwerk. Damit wurde eine schnelle Realisierung und die vollständige Rückbaubarkeit garantiert. Dank vorgefertigter Elemente liessen sich Bühnenboden, Bühnentechnik und Schnürboden parallel einbauen. In 160 Containern wurden Garderoben, Maske, Lager und technische Räume untergebracht. Eine umlaufende vierstöckige Galerie dient zugleich als Zuschauerrang, Spielfläche und Beleuchtungsebene. Insgesamt sind fünf grundlegend verschiedene Konfigurationen möglich, von der klassischen Guckkastenbühne bis zur 360-Grad-Arena.

Geplant ist die Nutzung des INTERIM in Kassel für fünf bis sechs Jahre. Florian Lutz, Intendant des Staatstheaters Kassel, zeigt sich mit dem temporären Theaterbau zufrieden: „Mit der Eröffnung des INTERIM verwirklicht sich nicht nur ein existenziell wichtiges Bauprojekt, sondern auch eine neue Vision von Theaterkunst und Bühnenbau.“ Am 19. September wird die neue Spielzeit mit „Der fliegende Holländer“ eröffnet. ce/ww

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