Neujahrsapéro 2026 – Lift-off mit dem Space Ökosystem Zürich

Die Raumfahrt entwickelt sich international mit hoher Dynamik. Auch in Zürich formiert sich rund um dieses Thema ein leistungsfähiges Netzwerk aus Wissenschaft, Unternehmertum und Innovation. Wie sich der Wirtschafts- und Innovationsstandort Zürich in diesem Umfeld positioniert und welche Chancen sich daraus ergeben, stand im Zentrum des traditionellen Neujahrsapéros der Zürcher Handelskammer und von Arbeitgeber Zürich VZH am 13. Januar 2026.

Breite Beteiligung und klare Standortbotschaftcke

Gegen 300 Mitglieder sowie Gäste aus Wirtschaft und Politik folgten der Einladung in den Eventsaal Aura Zürich («Alte Börse»), um gemeinsam ins neue Jahr zu starten. In ihrer Begrüssung hob Dr. Karin Lenzlinger, Präsidentin der Zürcher Handelskammer, hervor, dass sich in Zürich ein eigenständiges Space-Ökosystem entwickelt, das weit über Forschung hinausgeht. Getragen von Unternehmergeist und wissenschaftlicher Exzellenz leistet es einen wichtigen Beitrag zur Innovationskraft des Standorts. Um auch künftig mutig neue Felder erschliessen zu können, braucht es verlässliche und offene Rahmenbedingungen. Entsprechend wird sich die Zürcher Handelskammer auch im neuen Jahr weiterhin dafür einsetzen, dass der Wirtschaftsraum Zürich die nötige Entwicklungsfreiheit behält.

Einblicke in das Space-Ökosystem Zürich


Im Zentrum des Abends standen die Referate von Prof. mult. Dr.med. Dr.rer.nat. Oliver Ullrich, Direktor des Space Hub der Universität Zürich und Vorsitzender des Vorstandes des Center for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein (CSA), sowie Dr. Nanja Strecker, Geschäftsführerin des ESA Business Incubation Centre Switzerland und Co-Leiterin von ETH Zürich | Space.


Prof. Ullrich machte deutlich, dass der Zugang zum Weltraum derzeit in eine neue Phase eintritt. Unter den besonderen Bedingungen der Schwerelosigkeit zeichnet sich ab, dass künftig auch industrielle Produktionsprozesse ausserhalb der Erde möglich werden – etwa in der Biotechnologie oder bei spezialisierten Materialien. Zürich habe sich mit gezielten Aktivitäten in den letzten Jahren als einer der führenden europäischen Standorte positioniert. Als wichtigen Schritt nannte er die Zusammenarbeit zwischen dem CSA und der Stiftung Innovationspark Zürich, dank derer der Switzerland Innovation Park Zurich in Dübendorf eine zentrale Rolle für die Raumfahrtaktivitäten des US-Bundesstaats Florida einnimmt. Damit seien ideale Voraussetzungen gegeben: „Der Flugplatz Dübendorf, Weltklasse-Universitäten, erstklassige Infrastruktur und eine breite Koalition von Raumfahrtakteuren finden sich in einer der stärksten Wirtschaftsregionen Europas.“ Dadurch würden neue Möglichkeiten für internationale Kooperationen und Logistikketten geschaffen.


Dr. Nanja Strecker ergänzte diese Perspektive um die Sicht der Start-ups und der angewandten Innovation. Der Zugang zum Weltraum ermöglicht weit mehr als die Nutzung von Satellitendaten. Das von der ETH Zürich mit Partnern getragene ESA Business Incubation Centre Switzerland unterstützt eine wachsende Zahl von jungen Unternehmen, die Raumfahrttechnologien für neue Anwendungen nutzen. Mit über 80 begleiteten Projekten zählt das Programm zu den führenden in Europa.


Beide Referierenden unterstrichen das hohe Wertschöpfungspotenzial insbesondere in Bereichen wie Biotechnologie, Halbleitertechnologien, Materialanwendungen sowie datenintensiven Infrastrukturen. Entscheidend sei, dass private Initiative und unternehmerisches Handeln frühzeitig zum Tragen kommen und ihnen von Politik und Staat keine Steine in den Weg gelegt werden – ein Ansatz, der gut zur Schweizer Innovationskultur passt.

Austausch und Vernetzung zum Jahresauftakt


Beim anschliessenden Flying Dinner nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung in anregender Atmosphäre. Der Neujahrsapéro 2026 bot damit nicht nur einen gelungenen Start ins neue Jahr, sondern auch vielfältige Impulse für die Zukunft des Space-Ökosystems und des Wirtschaftsstandorts Zürich.

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